Eine pinke Umfrage zum Gesundheitswesen soll bis Mitte April erste Ergebnisse bringen. Klubobfrau Claudia Gamon bezweifelt die Wirksamkeit der von der Landesregierung ergriffenen Reformen im Spitalsbereich.
Ganz genau wollen‘s nun die Neos wissen: Bevor die Pinken Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitswesens vorbringen, fragen sie zuerst jene, die es wissen müssen: Ärzteschaft, Pfleger und Pflegerinnen – aber auch alle Vorarlberger und Vorarlbergerinnen sind eingeladen, an der offenen Umfrage teilzunehmen und die Frage „Wo tuat’s weh?“ zu beantworten. „Wir reden nicht über die Menschen – wir reden mit ihnen. Für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitsprogramms holen wir deshalb gezielt die Expertise von Fachpersonen und die Perspektiven von Betroffenen ein“, erklärt Neos-Gesundheitssprecherin Katharina Fuchs. Die Ergebnisse der Befragung sollen ausgewertet werden und die Grundlage für konkrete Reformvorschläge bilden.
Schon jetzt ist aber klar, dass die Neos mit dem derzeitigen Kurs der Landesregierung nicht happy sind: So werde zwar der Spitalscampus als große Strukturreform präsentiert, die tatsächlichen Einsparungspotenziale bezweifeln die Neos aber. Es brauche echte Veränderung im System, keinen kostspieligen Umbau, meint Neos-Klubobfrau Claudia Gamon.
Besonders kritisch sehen die Neos die bisherige Kommunikation der Landesregierung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem sowie die Bevölkerung seien über Monate hinweg kaum eingebunden oder nachvollziehbar informiert worden. „Wenn grundlegende Veränderungen angekündigt werden, ohne zu erklären, was sie konkret bedeuten, entsteht Verunsicherung. Wer Reformen will, muss sie erklären und die Menschen mitnehmen – und vor allem zuerst zuhören“, erklärt Gamon. Als Maßnahme, die wie ein Aprilscherz wirke, sehen die Pinken auch die Einsparungen beim Klinik-Essen. Gestrichenes Kernöl oder kleinere Suppenportionen könnten nicht Modernisierung, effizientere Verwaltungsprozesse und klare Verantwortlichkeiten ersetzen.
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