Falsche Volksweisheit

Totgefährlich: Frauenherzen „schlagen“ ganz anders

Niederösterreich
07.03.2026 14:00

Die Johanniter räumen mit falscher Volksweisheit auf und warnen: Bei Herzinfarkt kommen Frauen später in die Klinik als Männer, weil die Symptome nicht erkannt werden. Und auch nach dem Infarkt sterben Frauen innerhalb eines Jahres viel eher als die Herren der Schöpfung – es gibt mehr Komplikationen.

Zum Weltfrauentag am 8. März räumen die Johanniter mit einer falschen Volksweisheit auf. Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden häufig nur als Männerkrankheit betrachtet, was seit Jahren klar widerlegt ist: Während bei Männern das Leiden bei 32,9 Prozent zum Ableben führt, gilt es für Frauen in Österreich mit 35 Prozent als häufigste Todesursache.

Tot innerhalb eines Jahres
Noch schlimmer beim Herzinfarkt: Frauen tragen ein um die Hälfte höheres Risiko, innerhalb des ersten Jahres nach dem Infarkt zu sterben! „Aus Studien wissen wir, dass Frauen danach ein höheres Risiko für Komplikationen tragen“, erklärt Kardiologin Jolanta M. Siller-Matula von der Uni Wien.

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Frauen und ihr Umfeld sollten ganz genau auf ihr Herz und die Symptome achten. Nehmen Sie diese ernst und handeln Sie lieber früher als zu spät!

Johanniter-Chefin Petra Grell-Kunzinger

Andere, diffuse Symptome bei Frauen
Andere, wenig bekannte Symptome und somit eine verzögerte Diagnose sind der Grund, dass Frauen im Durchschnitt um bis zu eine Stunde später als Männer im Spital landen. Damit alleine ist die Sterblichkeit schon höher. Etwa verspüren nur ein Drittel der Frauen klassische Brustschmerzen oder ein Engegefühl in der Brust. Der Großteil weist beim Infarkt unspezifische Symptome auf, wie Kurzatmigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Oberbauch- und Rückenschmerzen, Hals- oder Kieferschmerzen und Erschöpfung oder starke Müdigkeit.

Solidarische Frauenpower wird bei den Johannitern für wichtige Aufklärung und in Kursen ein- ...
Solidarische Frauenpower wird bei den Johannitern für wichtige Aufklärung und in Kursen ein- gesetzt. Im Bild mit Chefin Petra Grell-Kunzinger (vorne Mi.)(Bild: Johanniter)

„Genau diese diffusen Beschwerden werden weder von Fachpersonal noch von Betroffenen selbst als Symptome erkannt – und damit weniger ernst genommen“, mahnen die Johanniter bei Frauen und ihrem Umfeld Sensibilität ein. Zudem sei auf den Lebensstil zu achten: Die Kombination aus Pille zur Verhütung und Rauchen gilt als besonders gefährlich!

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