Für viele Patienten heißt es heute erneut warten: An den oberösterreichischen Ordensspitälern streikt am Dienstag das nichtärztliche Personal – von 5.30 bis 19.30 Uhr. Geplante Eingriffe mussten verschoben werden. Die Krankenhausträger kritisieren die Aktion der Gewerkschaft massiv.
Laut Stellungnahme der Ordensspitäler konnten die Auswirkungen „auf ein Minimum begrenzt“ werden. Konkret seien oberösterreichweit 55 Operationen verschoben worden. Diese würden zeitnah nachgeholt oder seien bereits durchgeführt. Das sei weniger als die Hälfte jener Eingriffe, die beim letzten Streiktag am 22. Jänner verschoben oder vorgezogen werden mussten.
Nach Angaben der Spitalsträger beteiligen sich aktuell rund fünf Prozent der nichtärztlichen Belegschaft – knapp 500 Mitarbeiter – am Streik. Die klare Mehrheit sei dem Streikaufruf der Gewerkschaft vida nicht gefolgt und sichere den Betrieb ab, heißt es.
Zugleich stellen die Ordensspitäler die von vida präsentierten Befragungsergebnisse infrage. Die Gewerkschaft hatte angegeben, 80 Prozent der Befragten hätten sich für den Streik ausgesprochen. Die tatsächliche Beteiligung liege jedoch im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das deute darauf hin, dass ein Großteil der nichtärztlichen Mitarbeiter bei der Befragung nicht berücksichtigt worden sei.
Die Gewerkschaft vida sieht weiterhin die Arbeitgeber und die Landespolitik am Zug. Hauptstreitpunkt bleibt die geforderte Arbeitszeitverkürzung. Beim Gehalt hatten die Arbeitnehmer zuletzt die Übernahme des Abschlusses des öffentlichen Dienstes von 3,3 Prozent akzeptiert.
Unterstützung erhielten die Streikenden am Morgen von Arbeiterkammerpräsident und ÖGB-Landesvorsitzendem Andreas Stangl. Er stellte sich um 7 Uhr beim Krankenhaus der Elisabethinen in Linz demonstrativ an die Seite der Beschäftigten.
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