Mit einer klaren Mehrheit hat sich Deutsch Schützen für den Erhalt der eigenen Volksschule und gegen eine gemeindeübergreifende Lösung ausgesprochen. Das Ergebnis wird wohl noch für Diskussionen sorgen. Die Folgen für das Projekt Bildungscampus sind noch unklar.
Deutsch Schützens Bürgermeister Franz Wachter (ÖVP) zeigte sich am Sonntag sowohl über die Wahlbeteiligung als auch über den eindeutigen Ausgang der Bürgerbefragung erleichtert. Das Ergebnis habe ihn positiv überrascht, so Wachter. Von 1144 Wahlberechtigten – darunter auch die Nebenwohnsitzer – stimmten 575 für den Erhalt der Volksschule, 189 hingegen für den Beitritt zum Bildungscampus.
Drei Gemeinden bereits an Bord
Wie berichtet, setzt sich die Initiative „Campus Pinkaboden“ für einen gemeindeübergreifenden Bildungscampus für Deutsch Schützen, Eberau, Moschendorf und Bildein ein. Während die anderen Orte bereits die entsprechenden Grundsatzbeschlüsse gefasst haben, erteilte Deutsch Schützen dem Projekt jetzt eine Absage und gibt dem Erhalt der gemeindeeigenen Volksschule den Vorzug.
„Zeit noch nicht reif“
Bei der Initiative „Campus Pinkaboden“ nimmt man die Entscheidung zur Kenntnis: „Wir respektieren das Ergebnis selbstverständlich.“ Man habe mit viel Herzblut bis zuletzt versucht, der Bevölkerung die zahlreichen Vorteile des Vorhabens näherzubringen. „Vielleicht war auch die Zeit für ein solch mutiges Projekt noch nicht reif“, heißt es. Die Hände seien aber weiter ausgestreckt.
Anfeindungen
Sowohl die Initiative als auch Wachter merken an, dass die Debatte im Vorfeld der Bürgerbefragung sehr emotional geführt wurde. Er sei angefeindet worden, weil er seine persönliche Meinung in einem Brief kundgetan habe, so der Ortschef.
Gemeinderat hat letztes Wort
Als Nächstes wird der Gemeinderat von Deutsch Schützen auf Basis des Ergebnisses einen entsprechenden Beschluss fassen. Die nächste Sitzung ist Ende März. Weiters soll eine mit „jungen, innovativen Kräften“ besetzte Arbeitsgruppe eingerichtet werden, welche erarbeiten soll, wie die Qualität in der Volksschule erhalten und weiter gesteigert werden kann.
Zukunft mit Fragezeichen
Was die Absage von Deutsch Schützen für das Projekt Bildungscampus bedeutet, traut sich Wachter nicht einzuschätzen. Seine Gemeinde habe als einzige eine Bürgerbefragung gemacht. Von der Campus-Initiative heißt es, man werde jetzt versuchen, mit den drei verbleibenden Gemeinden ein eigenes Projekt zu entwickeln.
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