Der Senat 1 der Fußball-Bundesliga hat nach den Derby-Randalen vom 15. Februar Strafen gegen Rapid ausgesprochen – auf die Ausschöpfung der maximalen Geldstrafe (bis 150.000 Euro) wurde allerdings verzichtet. Warum? Das ging aus der Urteilsbegründung hervor.
Die Grün-Weißen müssen eine Geldstrafe von 100.000 Euro sowie Stadionteilsperren bei drei Top-Heimspielen gegen die Austria, Red Bull Salzburg, Sturm Graz oder den LASK. Rapid wird dagegen keinen Protest einlegen. Allerdings wurde dabei nicht die maximale Geldstrafe verhängt.
„Wichtige Maßnahme ergreifen“
„Festzuhalten ist, dass von der Ausschöpfung der maximalen Geldstrafe (bis 150.000 Euro) abgesehen werden konnte, da neben der medialen Verurteilung der Vorfälle sowie dem unmittelbaren und freiwilligen Verzicht von Gästefans bei Wiener Derbys die Verantwortlichen des SK Rapid zusätzlich auch im Rahmen des Verfahrens glaubhaft dargelegt haben, weitere wichtige Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Vorfälle zukünftig bestmöglich zu verhindern“, erklärte der Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga diesbezüglich.
Rapid-Fans hatten beim 0:2 vor eineinhalb Wochen im Austria-Stadion in den letzten Spielminuten Böller und andere pyrotechnische Gegenstände aufs Feld geworfen. Einige dieser Gegenstände landeten auch im angrenzenden Sektor, die Partie wurde vom Referee für rund zehn Minuten unterbrochen. Es war das erste Derby nach vier Kräftemessen der Erzrivalen, bei dem wieder Auswärtsfans zugelassen waren.
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