Je länger die FIFA-Entscheidung auf sich warten ließ, desto sicherer war man im ÖFB, den Kampf um den Mittelfeldspieler verloren zu haben. Das Ende der Hoffnungen erfuhren ÖFB-Präsident Stickler und Ludwig vergangene Woche während des UEFA-Kongresses in Budapest. Nach rund sechsmonatigen Verhandlungen hatte letztlich eine Fehleinschätzung vom Herbst zu dem für Österreich negativen Abschluss geführt.
Ludwig gab zwei Fehler zu. "Erstens habe ich in gutem Glauben gehandelt, aber erstmals in meiner 24-jährigen Laufbahn mir eine telefonische Aussage nicht schriftlich bestätigen lassen. Und zweitens habe ich meinem Präsidenten nicht gesagt, keine Pressekonferenz abzuhalten", erklärte der Ex-Sportjournalist.
Weil der gebürtige Franke aber schon für Deutschland ein offizielles Bewerbspiel bestritten hatte, kommt es nicht zum "Wechsel". Das Argument, wonach Hofmann als 16-Jähriger für die DFB- Nachwuchsauswahl gespielt habe und der Spieler erst nach seiner Übersiedlung von den Bayern-Amateuren zu Rapid Wien seinen ersten Profi-Vertrag erhalten hat, vermochte die FIFA nicht zu einer Sondergenehmigung veranlassen. Die Formulierung im FIFA-Statut, wonach ein in einem offiziellen Bewerbspiel "grundsätzlich" nicht mehr für einen anderen Landesverband spiele dürfe, hatte Hoffnungen aufkeimen lassen.
"Ich bin natürlich sehr traurig, dass ich nicht für Österreich spielen darf. Das wäre eine schöne Sache gewesen", meinte Hofmann, der von Sommer 2002 bis Jänner 2006 bei Rapid Wien engagiert war (u.a. ab Sommer 2003 Kapitän, Meister 2005, Champions-League- Teilnahme 2005) und nun für den bayrischen Walter-Schachner-Verein 1860 München in der zweiten deutschen Liga aktiv ist.
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