Nach einem langen Winter blüht oft alles gleichzeitig. Allergie-Experte Walter Kratochwill berät Betroffene.
Langsam schmilzt die dicke Schneedecke im weiten Land wieder dahin und macht damit bald den Weg für blühende Sträucher und Bäume frei. Im milden Winter beginnen die Baumpollen mancher Gewächse oft schon Anfang Jänner zu blühen. Die Schneemengen verzögern die Frühblüher, „das bedeutet aber auch, dass der Start der Allergie-Saison heuer sehr intensiv wird – weil vieles gleichzeitig zu blühen beginnt“.
Die Allergien haben sich in den vergangenen 20 Jahren genauso verändert, wie das Klima, weiß Mediziner Walter Kratochwill, der in St. Pölten und Wiener Neustadt Allergiker berät. „Waren damals um die 20 Prozent der Bevölkerung auf etwas allergisch, sind es heute über 30 Prozent.“ Das liege nicht nur an der Erderwärmung, sondern auch an unserer Ernährung. „Wir essen viel Künstliches, das verändert die Reaktionen auf Kreuzallergene“. Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, spürt oft auch bei Nüssen, Äpfeln oder Birnen Ausschläge oder Atembeschwerden.
Olivenbaum-Allergie wird heimisch
Seit 2024 gibt es in Wiener Neustadt und St. Pölten Allergie-Ambulatorien, die Ordinationen entlasten sollten. Seitdem auch auffällig: Immer mehr Allergiker reagieren auf Olivenbäume, die sich in den warmen Sommern mittlerweile auch in NÖ wohlfühlen. „Esche-Allergiker merken aufgrund derselben Gattung wohl bei diesen eine ähnliche Reaktion“, sagt der Experte. Kratochwills Tipp : „Mit einer Untersuchung nicht zu lange warten. Aus Allergien wächst man nicht heraus!“
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