Die Sehnsucht nach dem ersten Triumph in der Champions League seit dem Endspiel-Sieg gegen Bayer Leverkusen 2002 ist bei den Königlichen immer noch nicht gestillt - trotz Ronaldo. Doch das soll sich am Samstag (20.45 Uhr) ändern. "Die Decima ist die Trophäe, die jeder Real-Fan will. Ich bin zu diesem Klub gekommen, um solche Titel zu gewinnen", sagte Ronaldo vor dem heißen Fight mit Atletico Madrid, dem ersten finalen Stadtduell in der Historie der Champions League.
Historischer Ort
Und einen besseren Ort für historische Taten hätte sich Ronaldo nicht wünschen können. Ausgerechnet in seiner portugiesischen Heimat, in Lissabon, findet der Königsklassen-Showdown in diesem Jahr statt. In der berühmten Jugendakademie von Sporting, auf der dem historischen Kern der Stadt gegenüberliegenden Seite des Rio Tejo, hat der schon damals begnadete Ronaldo seinen Feinschliff erhalten. Nun will er sich im Estadio da Luz, dem Stadion von Sportings Erzrivalen Benfica, endgültig seinen Platz in den königlichen Geschichtsbüchern sichern.
"Werde zu 100 Prozent fit sein"
Auch ein schmerzender Oberschenkel soll den Gewinner der Champions League 2008 mit ManUnited nicht davon abhalten. "Ich werde hundertprozentig fit sein", versprach der 29-Jährige den Real-Fans. Seit Wochen plagt sich der Turbodribbler mit den Problemen herum, doch ein "CR7" lässt dich davon vor dem bisher vielleicht wichtigsten Spiel seiner Karriere nicht aufhalten. "Ich will diesen Titel", machte Ronaldo klar.
Kaum ein anderer Real-Profi verkörperte den unbändigen Willen nach "La Decima" im ersten Trainerjahr von Carlo Ancelotti so sehr wie Ronaldo. 16 Treffer hat der zweifache Weltfußballer des Jahres in dieser Champions-League-Saison bereits erzielt - noch kein Profi vor ihm war treffsicherer.
Nun soll gegen den Lokalrivalen Atletico der letzte Schritt folgen, dafür ordnen sie bei Real alles unter. Ronaldo wird gehegt und gepflegt, im letzten, bedeutungslosen Ligaspiel gegen Espanyol kam der Portugiese nicht zum Einsatz. Alles darf passieren, nur keine Verletzung des Freistoßspezialisten.
Portugal blickt gespannt auf Ronaldo
Mit gespannten Augen werden auch Ronaldos Landsleute den Heimauftritt ihres Idols verfolgen. Schließlich ist die Saison für Ronaldo, der sich seit Anfang des Jahres "Großoffizier des Ordens des Infanten Dom Henrique" nennen und so mit einem der wichtigsten nationalen Orden Portugals schmücken darf, danach noch nicht vorbei. Denn nach dem Finale geht es direkt mit der Vorbereitung auf die WM in Brasilien weiter.
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