„Sie ist geflohen ...“

Feuerinferno: Opfer enthüllen neue Schock-Details

Ausland
20.02.2026 14:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die römischen Staatsanwälte, die zu dem Brandinferno im Schweizer Skiort Crans-Montana mit 41 Todesopfern ermitteln, haben mit der Befragung der italienischen Verletzten begonnen. Und diese bringen neue brisante Details zur Tragödie ans Tageslicht ...

Die Überlebenden berichteten den Ermittlern, dass etwa alle Notausgänge im Lokal „Le Costellation“ geschlossen gewesen seien, niemand Anweisungen nach Ausbruch der Flammen gegeben habe und Feuerlöscher nicht genutzt wurden.

Neue Vorwürfe gegen Barbetreiberin
„Das Feuer breitete sich in wenigen Minuten aus, es gab kein feuerfestes Material. Bareigentümerin Jessica Moretti? Sie ist geflohen“, heißt es in den Protokollen der ersten Befragungen, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Freitag berichtete.

Die Bareigentümer Jessica und Jacques Moretti
Die Bareigentümer Jessica und Jacques Moretti(Bild: AFP/MAXIME SCHMID)

Einlass trotz Überfüllung bei Getränkekauf
Zeugen berichteten außerdem, dass der Club trotz maximaler Kapazität gegen Bezahlung von Getränken betreten werden konnte. Bis zu 270 Euro wurde für eine Flasche Champagner gezahlt, es gab keine Alterskontrolle in Sachen Alkoholkonsum, so die Aussagen.

Noch immer stehen Kerzen vor der Bar.
Noch immer stehen Kerzen vor der Bar.(Bild: EPA/CYRIL ZINGARO)

Rom und Sion wollen verstärkt zusammenarbeiten
Nach einem sechsstündigen Treffen im Bundesamt für Justiz in Bern vereinbarten die Staatsanwaltschaften aus Rom und Sion am Donnerstag eine „verstärkte Zusammenarbeit“. Diese sei an die Souveränität der Strafverfahren und die Vorgaben des Schweizer Strafprozessrechts gebunden, wie Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, betonte. Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe, wie von der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gefordert, wird vorerst nicht gebildet.

Sechs der 41 Todesopfer waren Italiener
Künftig können italienische Ermittler regelmäßig nach Sion reisen, um ausgewählte Akten einzusehen und zu übernehmen, hieß es aus Ermittlerkreisen in Rom. Im Gegenzug werden Ergebnisse der italienischen Untersuchungen – unter anderem Autopsien der in Italien verstorbenen Jugendlichen und Befragungen der Verletzten – den Schweizer Kollegen zur Verfügung gestellt. Am Freitag soll zudem eine umfassende forensische Begutachtung der medizinischen Unterlagen der italienischen Opfer erfolgen. Unter den Todesopfern waren auch sechs Italiener.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt