Wiener Fasching. Faschingdienstag: Ja, heute ist der „Tag der Narren“, in vielen Teilen des Landes wird der Höhepunkt der sogenannten „fünften Jahreszeit“ gefeiert. In Wien tut man das, wenn überhaupt, äußerst zurückhaltend. Während anderswo in Österreich viele Menschen verkleidet zur Arbeit oder in die Schule kommen und ab heute Mittag der Betrieb überhaupt eingestellt wird, gehen die Dinge in Wien ihren normalen Weg. Besondere Frechdachse sagen freilich auch: Gerade in den politischen Zirkeln in der Bundeshauptstadt herrscht ohnehin das ganze Jahr über Fasching. Dieser vorlauten Beurteilung muss man freilich entgegenhalten: Wenn das Fasching ist, dann fehlt ihm ein essenzielles Element – denn er ist nicht lustig.
Kein Aschermittwoch. Und was kommt nach dem Faschingdienstag? Der Aschermittwoch! Mit dem politischen Aschermittwoch setzt sich heute in der „Krone“ Claus Pándi kommentierend auseinander. Denn morgen werden Kanzler Stocker in Klagenfurt, Kanzleranwärter Kickl in Ried im oberösterreichischen Innviertel und der steirische SPÖ-Chef Lercher im Murtal Reden halten. Pándi würde sich wünschen, die Herren ließen es lieber sein, sei doch „die Aschermittwochsrede ein aus dem Ausland eingeschlepptes Ärgernis wie Ragweed oder Halloween“, wie er schreibt. Er verweist darauf, dass die Idee der Tradition wäre, über die politische Lage mit Humor oder satirisch zugespitzt herzuziehen. Und das sei „eine Aufgabe für echte Könner“. Weil unser Kommentator diese nicht sieht schlägt er vor: „Es wäre wohl klüger, bliebe es bei der alten Arbeitsteilung: Komiker machen komische Sachen und Politiker machen Politik – und nicht andersrum.“ Tja, dafür ist es für heuer wohl schon zu spät. Aber für nächstes Jahr wäre das wirklich eine Überlegung.
Kommen Sie gut durch den Faschingdienstag!
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