Himmelhoch jauchzend. Was für ein irrer Sport! Haben Sie am Samstag Abend gesehen, wie die Tirolerin Janine Flock im Eiskanal von Cortina zu Olympia-Gold gerast ist? Angst und bange oder wenigstens schwindlig kann es einem da allein beim Zusehen werden. Doch Flock stürzte sich gleich bei vier Läufen erfolgreich bergab und gewann. Die Krönung nach einer Berg- und Talbahn in ihrer Karriere. Bei den Olympischen Spielen vor acht Jahren in Südkorea hatte sie so wie am Samstag nach drei Läufen Gold vor Augen – um im letzten auf den so undankbaren vierten Platz abzustürzen. Vor vier Jahren machte Flock wieder Schlagzeilen - allerdings keine sportlichen. Denn damals schaffte sie es auf das Cover des „Playboy“… Und jetzt, mit 36, der Gipfel, endlich die Goldene. Sie freut Himmelhoch jauchzend, und Österreich freut sich mit ihr und über sie!
Zu Tode betrübt. Sie ist eine außergewöhnliche Sportlerin: Julia Scheib, 27, die erst im vergangenen Winter einem größeren Kreis an Skifans bekannt wurde und heuer den großen Durchbruch feierte, schien für eine Medaille im Riesentorlauf bei ihren ersten Olympischen Spielen am Sonntag programmiert. So wie sie die Riesentorläufe in dieser Saison dominiert hat, schien sogar Gold in Reichweite. Scheib in der Form ihres Lebens, da wunderte man sich auch nicht über ihre Ansage im „Krone“-Interview vor dem großen Rennen: „Wenn ich ohne Medaille hier nach Hause fahre, ist das eine Riesen-Enttäuschung.“ Und dann passierte genau das: Fünfter Platz. Zu Tode betrübt? „Extrem bitter“, sagte sie danach, sie müsse da „erst einmal drüberkommen“. Schließlich wisse sie ja nicht, wie lange sie „noch auf diesem Level performen kann“. Aber man wird sich um die aus dem weststeirischen Flachland an die internationale Alpinski-Spitze katapultierte Sportlerin keine Sorgen machen müssen: Sie hat, wenn man ihre öffentlichen Auftritte erlebt, noch weit mehr drauf als bloß sensationell gut Ski zu fahren.
Kommen Sie gut durch den Montag!
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