Svancers Reifeprozess

„Kam mir vor wie ein kleiner Fisch im großen Glas“

Olympia
10.02.2026 12:30

Matej Svancer hat die Lehren aus Peking 2022 gezogen und greift am Dienstag im Slopestyle an. Lara Wolf ging leer aus und nimmt jetzt den Big Air ins Visier.

Mit 17 Jahren als Goldfavorit zu Olympischen Spielen? Matej Svancer hat’s erlebt. Der Salzburger, der in Prag zur Welt kam und als Kind mit seinen Eltern nach Kaprun umzog, stand vor vier Jahren plötzlich im Fokus der Weltöffentlichkeit. Damit kam der Jungspund nicht zurecht, schon in der Qualifikation für den Big Air schied er damals aus. „Ich kam mir vor wie ein kleiner Fisch im großen Glas, der von allen beobachtet wird“, blickt Svancer zurück. „Ich habe mir selbst Druck gemacht, weil Leute von außen Druck gemacht haben.“

In den letzten Jahren hat sich Matej in der Szene etabliert.
In den letzten Jahren hat sich Matej in der Szene etabliert.(Bild: GEPA)
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Ich habe jetzt mehr Erfahrung als vor vier Jahren. Die will ich jetzt auch anwenden.

Matej Svancer

Inzwischen hat sich der erste österreichische Gesamtweltcupsieger in der Kategorie „Park & Pipe“ in der Szene etabliert und blickt daher auch gelassener und mit anderen Augen auf die Bewerbe bei den Winterspielen in Italien. „Ich habe jetzt mehr Erfahrung als vor vier Jahren. Die will ich jetzt auch anwenden.“ In der Qualifikation für den Slopestyle wusste der Pinzgauer als Vierter zu überzeugen. In diesem Bewerb gilt es, einen Parcours aus Kickern (Sprünge) und Rails (Geländer) mit möglichst kreativen Tricks zu bewältigen.

„Es war stressig, aber es ist alles gut gegangen. Ich freue mich aufs Finale“, erklärte der 21-Jährige. Der einer hartnäckigen Fersenprellung trotzt. „Ich spüre sie immer noch. Wahrscheinlich wird es nie wieder gut sein. Aber es ist fahrbar“, erklärte Svancer, der aufgrund dieser Problematik in den vergangenen Monaten nur ein reduziertes Pensum abspulen konnte. Das hinderte den 1,64 Meter großen Svancer aber nicht daran, bei der Olympia-Generalprobe in Laax auf dem zweiten Platz zu landen. 

Lara Wolf landete auf dem neunten Platz.
Lara Wolf landete auf dem neunten Platz.(Bild: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV)

Kein Edelmetall gab es gestern im Damen-Slopestyle für Mitfavoritin Lara Wolf. Die Tirolerin kam im Snowpark von Livigno mit 56,60 Punkten auf den neunten Rang.

„Passiert mir sonst nie“
Im dritten und letzten Lauf wollte sie volles Risiko nehmen, küsste dabei aber den Schnee. „Ich wollte noch einmal einen draufsetzen, bin aber leider am ersten Rail gestürzt, was mir sonst nie passiert. Es fühlt sich nicht gut an.“ Ihr Fokus richtete sich rasch auf den Big-Air-Bewerb am Samstag. „Da sind meine Chancen gut“, gab sich die 25-Jährige optimistisch. Gold im Slopestyle ging an die Schweizerin Mathilde Gremaud vor Superstar Eileen Gu und Megan Oldham.

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