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Wiederkehr-Interview:

„Keine Schande, wenn Schüler mehr weiß als Lehrer“

Steiermark
07.02.2026 10:00

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) spricht im Interview mit der „Krone“ über seine Reformpläne, was er vom Widerstand prominenter Köpfe gegen die Kürzungen bei Latein hält und wo Schule sich noch ändern muss.

Gut gelaunt erscheint Christoph Wiederkehr zum Interview. Der erst 35-Jährige ist seit gut einem Jahr für die NEOS als Bildungsminister im Amt. Zuvor war er Stadtrat für Bildung in Wien. Seine gute Laune lässt sich wohl darauf zurückführen, dass seine Reformpläne breit diskutiert werden. Und Diskurs, betont er mehrmals im Gespräch mit der „Krone“, sei ihm wichtig. Kurzum: Wiederkehr will, wie die „Krone“ zuerst berichtet hat, in den AHS-Oberstufen zwölf Lateinstunden auf acht reduzieren (gerechnet auf alle vier Jahre). Dafür soll der Umgang mit künstlicher Intelligenz und Demokratiebildung in neuen Fächern vermittelt werden.

„Krone“: Herr Minister, Sie wollen KI und Demokratiebildung auf den Stundenplan bringen, Latein dafür reduzieren. Das Thema wird breit diskutiert. Jetzt gibt es sogar prominenten Widerstand von den Nobelpreisträgern Elfriede Jelinek und Anton Zeilinger sowie anderen. Beeindruckt Sie das?
Christoph Wiederkehr: Ich habe viel positiven Zuspruch bekommen. Ich bin überrascht, dass sich viele österreichische Intellektuelle gegen eine notwendige Reform aussprechen. Die Sorge, dass im Übrigen beim Literaturunterricht in Schulen gekürzt wird, kann ich nehmen. Ich habe die Initiatoren der Initiative für nächste Woche zu einem Gespräch eingeladen. Ich halte einen Diskurs für wichtig. Es wird noch mehr Adaptierungen im Schulwesen brauchen.

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