Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens meldet sich Gesellschafter der Austria Klagenfurt, Zeljko Karajica, zu Wort. Vermeintlicher Neo-Hauptsponsor Helmut Kaltenegger will an Bord bleiben, sagt: „Ich dachte, das wäre jetzt versteckte Kamera. . .“ Robert Micheu ist nicht mehr Präsident, das sagt er dazu! Neo-Funktionär Matthias Dollinger versucht es mit Galgenhumor.
Bekanntlich wollte die Austria Klagenfurt bei der heutigen Pressekonferenz die erfolgreiche Fortführung sowie Abwendung des Insolvenzverfahrens verkünden – Freitagvormittag eröffnete Richterin Gudrun Slamanig bekanntlich aber genau dieses.
„Wie eine Bombe“
Das sagt Gesellschafter Zeljko Karajica dazu: „Ursprünglich hatte diese Pressekonferenz ja einen anderen Tenor. Wir wollten hier tatsächlich über die Neuaufstellung der Austria Klagenfut reden – im Personellen sowie sportlichen Bereich. Wir sind überholt worden vom Insolvenzverfahren. Wir sind überzeugt, dieses wir dieses abgewendet hätten, sind uns aber bewusst, dass wir die Neuaufstellung geschafft zu haben. Die Mitteilung war wie eine Bombe. Aber wir wollen dennoch den Kurs weitergehen.“
„Rekurs einlegen“
Karajica will demnach dagegen ankämpfen, hat hierfür eine 14-Tage-Frist. „Wir werden umgehend Rekurs einlegen. Wir sind uns sicher, dass wir zahlungsfähig sind. Wir haben Mittel in Millionenhöhe nachgewiesen und werden das im Rekursverfahren darstellen müssen. Wir werden damit Erfolg haben. Jeder steht zu seinem Kommitment, denn wir sind ausfinanziert. Nicht nur jetzt, sondern auch in Bezug auf die Altlasten. Wir werden das Thema Sanierung abschließen, müssen eine Extrarunde drehen.“
„Spielbetrieb geht weiter“
Wie es sportlich weitergeht? Karajica: „Der Spielbetrieb und Nachwuchs wird fortgeführt. Wir werden diese Saison weiterspielen und Voraussetzungen schaffen, dass wir für nächste Saison die Zulassung erlangen werden. Wir werden die ganzen Garantien bekanntgeben.“
Mitgesellschafter und Präsident
Auch Neo-Hauptsponsor Helmut Kaltenegger, der zusätzlich (zu den bereits gestellten 600.000 Euro) auch 800.000 Euro beigesteuert hätte, will weitermachen. Er ist als Mit-Gesellschafter (die TGI hält nun 35 Prozent an der Austria Klagenfurt GmbH) geplant, nun auch der neue Präsident der Violetten (damit löst er Robert Micheu ab!) – um ihn wollte man einen Wirtschaftsbeirat bauen. „Ich dachte zuerst ja bei der Eröffnung des Insolvenzverfahren, dass dies versteckte Kamera sei, dass uns da jemand häkeln will!“, sagt Kaltenegger.
„Würde mich wundern“
Der Unternehmer von TGI-Gold betont weiters: „Es würde mich wundern, wenn der Rekurs nicht angenommen wird. Wir von der TGI hätten viel vor, haben alle Mittel. Im schlimmsten Fall fangen wir in der Kärntner Liga an – ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Konkurs durchgezogen wird!“
Skurrile Aktion
Matthias Dollinger, der wie angekündigt als Mitglied der Geschäftsleitung sowie als Bingedlied zwischen Mannschaft und dem möglichen künftigen Wirtschaftsbeirat fungieren soll, nimmt das Ganze mit Galgenhumor: „Das Verfahren wird gut ausgehen. Und Helmut, du wolltest ja ein Patent auf meine Frisur haben – hiermit übergebe ich dir diese Haube.“ Und er schenkte Kaltenegger bei der Pressenkonferenz eine Eisbär-Haube. . .
Das sagt Micheu
Robert Micheu zu seiner Abbestellung als Präsident: „Es war immer so ausgemacht, dass ich es nur mache, bis einer kommt, der wirtschaftlich besser aufgestellt ist. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Es war dann schon zu viel mit meinem Posten als Trainer und Akademieleiter.“
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