Der kurzfristig erfolgte Stopp von geplanten orthopädischen Eingriffen im LKH Bad Aussee sorgt für Aufregung. Für 31 Patienten, die bereits Termine hatten, gibt es nun das Versprechen, dass die OPs innerhalb von sechs bis acht Wochen nachgeholt werden: in Schladming, auf der Stolzalpe – und auch in Aussee selbst.
Die Dienstanweisung des Kages-Vorstands, die auch für das LKH Rottenmann gilt, war am Dienstag ein Paukenschlag. Vorstandschef Gerhard Stark war hörbar verstimmt, weil aus seiner Sicht ein Akutfall (eine beim Skifahren verletzte Frau) aufgrund geplanter Operationen nach Rottenmann weitertransportiert wurde. In Aussee wehrt man sich: Es sei kein Unfallchirurg anwesend gewesen, ansonsten hätte der Akutfall natürlich Vorrang gehabt.
Die Mitarbeiter im Krankenhaus sind verunsichert, wie Betriebsrat Gerhard Wechtitsch berichtet. Schlimm war die Situation vor allem für jene Patienten, die bereits einen OP-Termin hatten und kurzfristig eine Absage erhielten. Die 31 Betroffenen werden nun „in einem Krankenhaus des gesamtsteirischen Orthopädie-Netzwerks operiert“, heißt es von der Kages am Freitag.
Kapazitäten auf der Stolzalpe vorhanden
Bei acht Operationen handelt es sich um Arthroskopien, sie werden weiterhin in Bad Aussee durchgeführt. Die restlichen 23 Eingriffe erfolgen je nach Wunsch der Patienten in der Diakonissenklinik in Schladming oder im orthopädischen Zentrum am LKH Stolzalpe. Das soll innerhalb von sechs bis acht Wochen erfolgen.
„Auf die geplanten Eingriffe des Standorts Stolzalpe hat das keine Auswirkung. Den zusätzlichen Aufwand werden wir mit unserem engagierten Team in den nächsten Wochen gemeinsam bewerkstelligen“, sagt Nina Hörlesberger, Leiterin der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie an den Standorten Judenburg und Stolzalpe.
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