„Weiter warten“ heißt es bezüglich der geplanten Fahrradbrücke über den Rhein, die Lustenau mit der Schweizer Gemeinde Au verbinden soll. Der Grund: Eine konkrete Förderzusage des Bundes steht immer noch aus. Dabei war das Vorhaben eigentlich bereits in trockenen Tüchern.
Vorarlberg ist das Land der Fahrradfahrer, in keinem anderen Bundesland werden mehr Kilometer pro Kopf abgestrampelt. Das Land hat in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, das Radwegenetz auszubauen und Lücken zu schließen.
Doch nun scheint die Infrastrukturoffensive ins Stocken geraten zu sein. Ein Beispiel dafür ist die geplante Radbrücke über den Rhein von Lustenau in die Schweiz. Der Bedarf für eine solche Verbindung steht außer Frage: Bereits jetzt passieren täglich fast 2000 Radfahrer die Grenzübergänge Au und Widnau, weshalb eine eigene Radbrücke auch als zentrales Element in die grenzverbindende Mobilitätsstrategie „4. Agglomerationsprogramm Rheintal“ aufgenommen wurde. An sich war der auf 14 Millionen Euro taxierte Brückenbau bereits voll auf Schiene, im Herbst 2025 hätten die Baumaschinen auffahren sollen.
Als nächster Schritt wird eine Information vonseiten des Bundes über die mögliche Förderhöhe erwartet.
Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ)
Kostenteilung und Finanzierungsmöglichkeiten
Im März 2025 hat der Bund jedoch seine Förderung ausgesetzt, in der Folge zog auch das Land Vorarlberg nach. Zwischenzeitlich machte sich die Sorge breit, dass das Vorhaben überhaupt gescheitert sein könnte. Mittlerweile soll es zumindest eine mündliche Förderzusage des Bundes geben. Lustenaus Bürgermeister Patrick Wiedl (ÖVP) ist jedenfalls guter Dinge und geht von einem Baustart im Herbst aus, die neue Brücke könnte dann 2028 eröffnet werden.
Seitens des Landes gibt man sich hingegen weiter zurückhaltend: „Aktuell laufen Gespräche über mögliche Kostenteilungen und Finanzierungsmöglichkeiten zwischen der Marktgemeinde Lustenau und den möglichen Fördergebern wie zum Beispiel Land und Bund. Als nächster Schritt wird eine Information vonseiten des Bundes über die mögliche Förderhöhe erwartet. Erst dann kann realistischerweise über die Finanzierbarkeit des Projektes entschieden werden“, heißt es von Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ).
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