Der Ausbau der Primärversorgung in Kärnten geht voran. Mittlerweile sind die Verträge für die Zentren in Villach, Wolfsberg, Spittal und Bleiburg abgeschlossen. Somit stehen auch die Standorte nun endgültig fest und es gibt einen ersten Entwurf, wie das Zentrum in Wolfsberg aussehen wird.
Lange wurde diskutiert, wo das Primärversorgungszentrum in Wolfsberg errichtet werden soll. Angedacht waren vorerst die Räumlichkeiten der Kika Filiale in der Paul-Hackhofer-Straße gegenüber vom Wolfsberger Krankenhaus. Doch der Plan wurde verworfen und das Zentrum entsteht jetzt im ehemaligen Gebäude des „Nah & Frisch“ in der St. Johanner Straße. Der Nahversorger schloss im Dezember 2025. Seitdem steht das Gebäude leer.
Generalsanierung der Mietfläche samt Fassade und Dach
Bis Ende 2026 werden die Räumlichkeiten für das Primärversorgungszentrum generalsaniert. Um diese Zeit herum beginnt dann auch der Betrieb im Zentrum. „Beim Umbau handelt es sich hauptsächlich um die Räumlichkeiten des ehemaligen Nahversorgers“, beschreibt Architekt Heinz Petschenig das Bauvorhaben. Denn im Gebäude sind abgegrenzt noch eine Trafik und ein Friseursalon eingemietet. Diese Geschäfte werden „in ihrer Form und Ausstattung nicht verändert“, versichert Petschenig. Elisabeth Rieser, Geschäftsführerin des Friseursalons, freut sich über die Entwicklung. „Wir hoffen in Zukunft durch das angrenzende Primärversorgungszentrum auch neue Kunden generieren zu können“.
Die Einrichtungen sind wohnortnahe, multiprofessionelle Gesundheitszentren mit erweiterten Öffnungszeiten und einem breiten Leistungsspektrum. Teams aus Allgemeinmedizinern, Pflege, Therapie und aus weiteren Gesundheits- und Sozialberufen sollen hauptsächlich dazu beitragen, die Spitalsambulanzen zu entlasten. In Österreich gibt es bislang 112 Primärversorgungseinheiten. In Kärnten werden vier Einheiten – jeweils in Villach, Wolfsberg, Spittal und Bleiburg – gebaut.
Der Haupteingang des Primärversorgungszentrums wird auf der Nordostseite des Gebäudes sein. Zudem wird eine ebenerdige Rampe für den barrierefreien Zugang errichtet. „Im Gebäude werden sämtliche Wände abgebrochen und so neue Räumlichkeiten geschaffen. Sie werden mittels Trockenbauwände getrennt“, so der Wolfsberger Architekt.
Auch die Fassade wird saniert. Derzeit befinden sich dort sogenannte Sandwichpaneele. Diese werden durch ein Dämmverbundsystem im Außenbereich ersetzt. Neben der Sanierung des Daches entstehen am vorhandenen Parkplatz überdachte Fahrradabstellplätze und eine Außenbox für das Abstellen und Versperren von Scootern.
3,3 Millionen Euro für Wolfsberger PVE
„Wir haben darauf geachtet, dass der Standort in der Nähe des Krankenhauses ist“, so Thomas Eminger, Geschäftsführer der Kabeg.
Denn das Zentrum wird auch von der Kabeg betrieben und bietet in Zukunft Öffnungszeiten von 65 Wochenstunden. 3,3 Millionen kostet die Generalsanierung des Gebäudes. 180.000 Euro für den Bau fließen vom Kärntner Gesundheitsfonds. Auch EU-Fördergelder sollen das Projekt unterstützen. Zukünftige Personalkosten decken Träger der Sozialversicherung, der Kärntner Gesundheitsfonds und das Land Kärnten.
Bis 2030 sind zehn weitere Primärversorgungszentren in Kärnten geplant. Über einen weiteren Standort in St. Andrä wird diskutiert.
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