Eine Welle der Solidarität gab es nach der „Geschichte eines besonderen Mädchens“ aus Pottenbrunn (NÖ): Lara (14) bekommt jetzt einen neuen Rollstuhl ohne (aus ihrer Sicht) peinliche Blinklichter und kann sich ihren Traum erfüllen. Was das ist, lesen Sie hier. Lara „sagt“: „Danke“ an die „Krone“-Leser.
Alles begann mit einer Geschichte, die das Leben schreibt. 14 Jahre ist diese hier her, Lara kam zur Welt. Ohne Herzschlag. Als ihre Mama Kimberly bei der Geburt einen epileptischen Anfall erlitt, bekam die Kleine keinen Sauerstoff mehr. Doch dieser kleine Löwe (nicht nur im Sternzeichen) hat damals überlebt und sich ins Leben zurückgekämpft. Wir durften die mittlerweile „pubertierende Rampensau“ (Zitat ihrer Mama) vor Weihnachten im Familienhaus in Pottenbrunn (NÖ) kennenlernen und in der „Krone bunt“ über die „Geschichte eines besonderen Mädchens“ berichten. Eines Mädchens, das nicht gehen, nicht reden – kein Blatt ihrer geliebten Bücher selbst umblättern kann. Es sollte keine Herz-Schmerz-Geschichte werden, um Spenden zu lukrieren.
„Wir haben beide gute Jobs, wir kümmern uns um alles selbst, um das zu erreichen, was du für dein Kind erreichen willst“, sagte Papa Florian (33) damals. Dennoch haben sich „Krone“-Leser derart unfassbar solidarisch gezeigt und Lara mit ihrer finanziellen Unterstützung Gewaltiges ermöglicht (einen Betrag nennen wir aufgrund der Neidgesellschaft bewusst nicht).
Lara sah den Scheck, sah ihn fassungslos an, jauchzte und visierte ihren Spezial-Computer an. Denn die 14-Jährige kann sich nur mit ihrem Lachen, Bewegungen, Augenrollen – wenn die Erwachsenen oder Bruder Liam (8) nerven – verständigen. Kommunizieren kann sie sonst nur mit ihrem Laptop, den sie mit ihren Augen lenkt.
„Danke liebe KRONE – LESER:-)“, schrieb sie. Dann forderte sie das „Krone“-Team gleich heraus. „Willst du es probieren?“, steht am Bildschirm. Nicht ein Wort können wir mit unseren Pupillen schreiben! Laras herzlichen, aber mitleidsvollen Lacher haben wir uns verdient.
Am Boden zerstört
Das Lachen ist ihr übrigens vergangen, als sie von der Hochzeit ihres großen Popstars Wincent Weiss gehört hat. „Sie war am Boden zerstört“, sagt Kimberly. Dass er sich ja wieder scheiden lassen kann, bereitet ihr wiederum Vergnügen.
Ebenso die Tatsache, dass sie bald in einem neuen Monoski (8000 Euro) sitzen und damit Zeit abseits des Alltags mit ihrer Familie verbringen kann. Ein neuer, größerer Rollstuhl (ohne die peinlichen bunten Blinklichter auf den Vorderrädern – „die sind uncool“) muss angeschafft werden. „Ja, sie spinnt wie jedes Mädchen mit 14 Jahren“, sagt die Mama (38), als könnte sie Gedanken lesen.
Aber sicher nicht, wenn sie im Juni auf Schulwoche nach Altenmarkt in Salzburg fahren kann – ohne Eltern, aber mit Betreuung. Es schien fast unmöglich, ihr das zu ermöglichen. 400 Euro kostet der Ausflug für ihre Klassenkameraden, 5400 Euro für Lara. Unterstützen wollten das Vorhaben anfangs weder das Land Niederösterreich noch das Land Salzburg. NÖ hat sich jetzt doch für zuständig erklärt. Bürokratischer Wahnsinn, von dem die 14-Jährige abgeschottet wird. Für sie zählt derzeit sowieso nur Folgendes: Lässt sie sich die Haare orange oder lila färben – und wie bringt sie Mama und Papa dazu, ihr das Nasen-Piercing zu erlauben?
Es war im Jahr 2006, als in der Kärntner „Krone“-Redaktion die Idee geboren wurde, zu helfen. Menschen in Not sollte direkt vor Ort geholfen werden. Es war ein Herzensprojekt von Hannes Mößlacher, Chefredakteur in Kärnten. Er schaffte es im Herbst 2021, alle Spenden an den Verein steuerlich absetzbar zu machen.
2022 wurde das „Krone hilft“-Konzept ausgerollt – die „Steirerkorne“ und die „Krone Oberösterreich“ wurden ebenfalls unter das Dach des Vereines gestellt. Im Jahr 2023 folgte Salzburg – 2024 die beiden Bundesländer Niederösterreich und Burgenland. Ein Jahr danach kam auch die überregionale Ombudsfrau-Redaktion dazu.
Die „Krone“ berichtete (und berichtet auch weiterhin) über jedes einzelne Schicksal: Über Hund „Gustav“, der für ein steirisches Mädchen die Welt verändern würde, zum Beispiel. Über die Chance auf Heilung eines Kindes. Meist bleiben die Redakteure noch lange mit den Menschen verbunden und in Kontakt, lange, nachdem die Spendenübergabe erfolgt ist.
Die Erfolge sind jedenfalls enorm, hier ein kleiner Rückblick:
Unsere Leserinnen und Leser sind großartig! Immer wieder beweisen sie, dass sie die Herzen am richtigen Fleck haben und gerne spenden, wenn Landsleute in Not geraten; durch Unwetter etwa, durch Schicksalsschläge oder durch Krankheiten. Gemeinsam haben wir eine unglaubliche Kraft, weil wir so viele sind. Und da kommen dann Spendensummen zusammen, die, richtig eingesetzt, Großes bewirken können.
Übrigens: Bei der Aktion „Krone hilft“, genauer beim Verein „Krone-Leser helfen“, kommt wirklich jeder gespendete Cent direkt bei den Begünstigten an! Alle Vereinsarbeit wird von der „Krone“ – engagierten Redakteurinnen und Redakteuren, Kolleginnen in den Sekretariaten und in der Buchhaltung sowie im Marketing – mit Akribie erledigt. Und alle anlaufenden externen Kosten werden von der Geschäftsführung unseres Hauses ersetzt. Auch dafür sei einmal herzlich Danke gesagt!
Spenden an „Krone-Leser helfen“ sind im übrigen steuerlich absetzbar.
Gemeinsam sind wir alle zusammen in der Lage, zumindest finanzielle Nöte zu lindern, wenn das Leben einzelnen Landsleute harte Prüfungen auferlegt. Und wir sind nicht nur zu Weihnachten aktiv, sondern das ganze Jahr über, wenn Not entsteht. Denn rasch zu helfen, macht die Unterstützung noch wirksamer.
Danke allen Spenderinnen und Spendern! Es ist ein gutes Gefühl, so eine starke, positive Kraft freisetzen zu können.
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