Der Riefensberger Tobias Fink war im Biathlon auf dem aufsteigenden Ast, wechselte aber das Metier. Als Langläufer beeindruckte der 17-Jährige nun gleich bei den österreichischen Jugend-Meisterschaften, holte dort Bronze und zwei vierte Plätze.
„Die letzten paar Wochen bin ich auf zwei Bahnen geschwommen, das war mental wirklich nicht perfekt für mich“, gibt Tobias Fink, der in den letzten Jahren mit einer steilen Formkurve im Biathlon aufzeigte, einen Einblick in seine Gedankenwelt, „aber jetzt bin ich froh, dass es entschieden ist.“ Denn der junge Riefensberger wechselte das Metier, legte die Waffen nieder und spezialisiert sich nun aufs Langlaufen.
2025 hatte Fink vier Titel bei den Biathlon-ÖM in der Jugend 17-Klasse geholt, zudem die Gesamtwertung im Austria-Cup und Platz zwei in der Gesamtwertung des Alpencups. Im März folgte dann ein geplanter Eingriff am linken Sprunggelenk, danach befand er sich fast ein halbes Jahr in Reha. Im Dezember 2025 feierte er in der Jugend 19-Klasse im Austria-Cup in Obertilliach als Zweiter und Dritter – zweimal als Bester seines Jahrgangs – ein gelungenes Comeback. Das Sprunggelenk ist mittlerweile gut verheilt.
Leichtigkeit fehlt
Aber etwas anderes beschäftigte den Bregenzerwälder in den vergangenen Wochen. „Es hat schon nach den Weihnachtsferien begonnen. Ich bin beim Schießen abgefallen, es haben sich zu viele Fehler eingeschlichen. Mir fehlt die Leichtigkeit und es macht so keinen Spaß. Darum habe ich mir überlegt, zum Langlaufen zu wechseln.“
Eine Entscheidung, die viel Sinn macht für den 17-Jährigen. „Das Laufen war immer schon meine Stärke. Darum funktioniert der Wechsel auch, umgekehrt würde es nicht gehen.“ Was auch die Verbände und seine Schule in Stams so sehen, er wurde in die Langlauf-Gruppe umquartiert, bekam eine neue Trainerin. „Jetzt bin ich offiziell Langläufer“, lacht Fink.
Gleich bestätigt
Und bestätigt hat sich der Youngster in seinem neuen Einsatzgebiet auch schon. Beim ersten großen Auftritt bei der Jugend-ÖM Ende Januar in Hinterstoder holte er prompt die Bronzemedaille im Sprint, Platz vier im Einzel und mit der VSV-Staffel. „Da haben wir sogar geführt – das ist noch keiner anderen Ländle-Staffel gelungen! Auch Platz vier im Einzel ist besser, als ich gedacht hätte“, sagt Fink, „aber im Sprint wäre mehr gegangen. Ich habe einen taktischen Fehler gemacht, den ich in Zukunft nicht mehr machen werde. Ohne den wäre es wohl Gold geworden!“
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