Schönste Wanderrouten

Winteridylle im schneereichsten Dorf der Welt

Vorarlberg
06.02.2026 11:30

Die Gemeinde Damüls ist ein richtiger Schneekessel. Wenn es in anderen Teilen Vorarlbergs regnet, schneit es in der Bregenzerwälder Ortschaft oftmals. Winterwanderwege laden dazu ein, das Dorf und seine Umgebung zu erkunden.

Für den heutigen Tourentipp geht es wieder einmal nach Damüls, welches seinem Ruf als „schneereichstes Dorf“ zum Monatswechsel wieder einmal gerecht geworden ist: Während es in den Tallagen neblig-trüb und regnerisch war, schneite es in Damüls und Umgebung. Die Gemeinde befindet sich im Tal des Argenbachs, eingebettet zwischen den Damülser Bergen im Norden, der Zitterklapfengruppe des Lechquellengebirges sowie der Glatthorngruppe am Faschinajoch im Süden.

Tipps und Infos

Typ: gemütliche Winterwanderung
Ausgangspunkt: Talstation Uga-Lift, Damüls
Dauer: rund eine Stunde 
Ausrüstung: Schneeschuhe oder Winterwanderschuhe mit guter Profilsohle (bei Bedarf Spikes)
Einkehrmöglichkeiten: in Damüls und Faschina vorhanden 
Anmerkung: bei starkem Schneefall werden zuerst der Winterwanderweg und die Loipe „Unterdamüls“ präpariert, weshalb ein Begehen des Uga-Rundwegs nur erschwert oder kurzfristig nicht möglich ist 
Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 851 (ab Au Gemeindeamt bis Damüls Uga-Lift), in Damüls verkehrt der Ortsbus 801

„Schneereichstes Dorf der Welt“
Auf Initiative des deutschen Journalisten und Wetter-Experten Reinhardt Wurzel wurde die Vorarlberger Ortschaft 2006/2007 als „schneereichstes Dorf der Welt“ ausgezeichnet. Eine aufwendige Studie hatte damals ergeben, dass in Damüls durchschnittlich 9,30 Meter Neuschnee pro Saison fallen. Der Titel basiert auf der Auswertung meteorologischer Daten über einen Zeitraum von fünf Jahren und gilt für dauerhaft bewohnte Ansiedelungen. Damüls erstreckt sich auf einer Höhe von circa 1400 bis 1700 Metern in einer Nordwest-Staulage, die mitunter für extreme Neuschneemengen sorgt.

Von den Walsern erschlossen
Ausgangspunkt der Wanderung ist bei der Talstation Uga. Ein kurzer geschichtlicher Abstecher: Die Uga Alpe war eines der ersten Gebiete im heutigen Damüls, in dem sich die Walser im 13. Jahrhundert niederließen. Die Bezeichnung „Uga“ dürfte ihren Ursprung vermutlich im Rätoromanischen haben. Ortsnamen auf „-uga“ sind in der Region nicht untypisch und beziehen sich oft auf spezifische Wiesen, Hänge oder Geländekammern. Der Uga-Express in Damüls ist eine Vierer-Sesselbahn, die ganzjährig Bergsportler in wenigen Minuten auf 1800 Meter Höhe bringt.

Auf der Uga-Runde dem Krumbach entlang.
Auf der Uga-Runde dem Krumbach entlang.(Bild: Rubina Bergauer)

Nutzen Sie die Öffis!
Der Parkplatz bei der Talstation ist während der Wintersaison meistens gut belegt, eine Anreise mit dem Bus wird empfohlen. Danach folgt man der schneebedeckten Straße bergan in Richtung „Sunnegg“. Auch wenn hier gelegentlich Autos vorbeifahren, ist es dennoch ein recht schöner Wegabschnitt. Parallel zur Straße fließt der Krumbach talwärts, welcher später in die Bregenzerach mündet. Sein Ufer säumen hochgewachsene Nadelbäume. Bald schon erreicht man Sunnegg, von wo man der Beschilderung nach Riedboden folgt.

Die Parzelle Sunnegg in Damüls.
Die Parzelle Sunnegg in Damüls.(Bild: Rubina Bergauer)

Einmal wird die Skipiste gequert und danach gelangt man schon bald zum Ortsteil Uga und folgt von dort wieder dem Weg retour zum Ausgangspunkt. Man kann aber auch auf dem einspurigen Sträßchen weiter spazieren (ohne Pistenüberquerung) und den Ausblick auf die wildromantische Winterlandschaft genießen. Ein weiterer Winterwanderweg, der ebenfalls bei der Uga-Talstation startet, führt vorbei am Hotel „Alpenblume“ und auf dem (präparierten) Waldweg zum „Oberhölderle“.

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