Neuer Radweg

Für diese Gefahrenstelle will Salzburg eine Brücke

Salzburg
05.02.2026 17:00

Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl hat am Donnerstag das Radwegbauprogramm für die Stadt Salzburg vorgestellt. Einer der drei großen Schwerpunkte ist eine neue Überfahrt bei einer Gefahrenstelle Richtung Salzach ...

Die Stadt Salzburg will den Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehrsaufkommen erhöhen. Von aktuell 24 Prozent soll es bis 2030 auf 30 Prozent Fahrradanteil gehen. „Dafür ist eine gute und sichere Radinfrastruktur die Grundvoraussetzung“, sagt der fürs Bauamt zuständige Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl.

Für 2026 sind dabei drei größere Projekte vorgesehen: Langfristig das aufwändigste ist wohl die geplante Überbrückung der Gaswerkgasse vor der Unterführung. Dort befindet sich bereits jetzt eine Kreuzung mit einem wichtigen Radweg, viel Verkehr und dementsprechend vielen Gefahrensituationen. Aktuell laufen die Planungen und Gespräche mit den ÖBB. Eine Umsetzung ist für die nächsten Jahre geplant. Die geschätzten Kosten liegen bei drei Millionen Euro.

Zudem soll bis 2027 eine sichere Verbindung vom Hauptbahnhof am neuen Landes-Dienstleistungszentrum vorbei zur Salzach geschaffen werden. Kostenpunkt: 520.000 Euro. Außerdem soll im Süden der Stadt der Josef-Mosbrucker-Weg als wichtige Verbindung zwischen Morzg und Gneis um 800.000 Euro aufgewertet werden. Insgesamt will die Stadt heuer bis zu vier Millionen Euro in neue Radwege investieren.

Eine Lösung für die gefährliche Eder-Kreuzung, an der es zu einem tödlichen Unfall kam, liegt ...
Eine Lösung für die gefährliche Eder-Kreuzung, an der es zu einem tödlichen Unfall kam, liegt auf der langen Bank.(Bild: Markus Tschepp)

Lösung für die Eder-Kreuzung auf langer Bank
Bei anderen Gefahrenstellen gibt es noch immer keine guten Nachrichten. Lösungen für die Eder-Kreuzung in Parsch, wo vergangenen Spätsommer eine Eisläuferin auf tragische Weise auf ihrem Rad starb, den Radweg beim Borromäum und auch die Innsbrucker Bundesstraße liegen nach wie vor auf der langen Bank. Für rechtliche Unklarheiten zwischen Stadt und Land musste ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben werden.

Sobald diese Fragen geklärt seien, könne es losgehen versichern Dankl und Landes-Vize Stefan Schnöll (ÖVP). Damit tatsächlich 2026 noch mit dem Bau begonnen wird, dafür müsste es also schon schnell gehen.

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