Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Russland kann keine Kremlpropaganda mehr schönreden. Der Krieg fordert seinen Preis und zum fünften Kriegsjahr (ab 22. Februar) geht es jetzt schwer an die Substanz.
Die Einnahmen aus Energieexporten sind um mehr als die Hälfte eingebrochen. 40 Prozent des Budgets gehen in den Krieg. Die Staatsrücklagen sind auf die Hälfte abgeschmolzen, inklusive Goldverkäufen. Bei kriegswichtigen Gütern ist die Abhängigkeit von China auf 87 Prozent gestiegen. Die Rüstungsindustrie ist an ihre Grenzen gestoßen, mehr geht nicht mehr.
Der finnische Präsident Alexander Stubb, ein (leidvoller) Kenner des russischen Nachbarn: „Der Krieg in der Ukraine wird sich als die größte strategische Katastrophe erweisen, die je ein russischer Führer seinen Leuten angetan hat.“ Die nächste Generation wird es spüren.
Angenommen, Putin würde gerne den Krieg beenden – er hat sich selbst die Hände gebunden! Er ließ den Donbass – und zwar in den Provinzgrenzen – verfassungsrechtlich in Russland eingliedern (alle Landkarten zeigen es bereits!), noch bevor er das Gebiet vollständig erobert hat.
Um diesen „Rest“ geht es jetzt, den die Ukrainer stark befestigt haben, weil sonst ein Durchbruch Richtung Kiew gelingen könnte. Ein Dilemma auch für die Ukraine: Trump hat diesen „Rest“ des Donbass schon längst an Putin verkauft.
Wer löst diesen gordischen Knoten, um den Krieg zu beenden?
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