36 Mio. Euro Kosten

Linz bekommt Ende März den Frankfurt-Flug zurück

Oberösterreich
04.02.2026 11:04

Im Oktober wurde vom Flughafen Linz die letzte Anbindung an ein internationales Drehkreuz eingestellt. Nun bekommt der Airport die Linienstrecke nach Frankfurt zurück: Ab Ende März wird die Verbindung wieder aufgenommen. Das Land Oberösterreich fördert die Strecke mit bis zu 36 Millionen Euro.

Ab 29. März heben Flieger wieder von Linz nach Frankfurt ab. Das Land Oberösterreich hatte die Strecke zuletzt, wie berichtet, international ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam nun die dänische Airline DAT, wie Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch bekannt gab.

Von Montag bis Donnerstag wird es voraussichtlich drei Flüge pro Tag von Linz nach Frankfurt und wieder zurück geben, am Freitag sollen es zwei Rotationen sein und am Wochenende eine bis zwei. Der Vertrag mit der dänischen Airline wurde für vier Jahre abgeschlossen.

36 Millionen Euro Steuergeld
Teil der Ausschreibung des Landes war auch die Zusage, etwaige Verluste durch die Strecke für die Airlines auszugleichen. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir das Risiko, das die Fluglinie nimmt, auch entsprechend abfedern. In Summe werden wir in diesen vier Jahren als Land Oberösterreich 36 Millionen Euro zur Verfügung stellen“, sagt Stelzer. Heuer sollen es maximal 7,5 Millionen Euro sein, da der Flugbetrieb erst Ende März startet.

Am Ende jeden Jahres soll laut Stelzer mit einem Wirtschaftsprüfer „scharf abgerechnet“ werden, ob die veranschlagte Gesamtsumme an Förderung überhaupt nötig ist. Ziel sei, dass die Strecke nach der öffentlichen Anschubfinanzierung wieder selbstständig wirtschaftlich wird. „Wir verstehen das jetzt einmal als Anschub, aber nicht als Dauerlösung“, so der Landeshauptmann.

Der Flieger nach Frankfurt wird 70 Plätze haben und um 6:10 Uhr, um 10:30 Uhr und um 17:30 Uhr Richtung des deutschen Drehkreuzes abheben. Von Frankfurt zurück in Oberösterreichs Landeshauptstadt fliegen wird die Maschine um 8:30 Uhr, 12:50 Uhr und 21:30 Uhr.

Verhandlungen zu Eigentumsverhältnissen
Parallel dazu laufen Verhandlungen zwischen Land Oberösterreich und Stadt Linz. Aktuell sind die beiden jeweils zu 50 Prozent gleichberechtigte Eigentümer des Airports. Nun möchte das Land die Mehrheit am Flughafen übernehmen. Das Argument ist sinngemäß: Wer zahlt, schafft an – und das ist bei der Subventionierung der Frankfurt-Strecke nun eben das Land. Die Stadt Linz beteiligt sich an den Millionenkosten für die Verbindung nicht.

Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) gibt sich abwartend: „Es gibt eine unverbindliche Anfrage des Landes, ob die Stadt ihre Anteile am Flughafen an das Land verkaufen möchte. Für uns ist dabei zunächst zu klären, ob ein Verkauf grundsätzlich in Frage kommt. In weiterer Folge müssen wir sehr genau prüfen, welche Vor- und Nachteile sich daraus für die Stadt, den Flughafen und den Wirtschaftsstandort ergeben würden. Zentral sind dabei auch die Konditionen eines möglichen Verkaufs, insbesondere Fragen der Unternehmensbewertung.“ Diese Fragestellungen lassen sich nicht innerhalb weniger Tage beantworten, so Prammer.

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