Prozess im Ministerium

Im Schloss geistert Aus für das Finanzamt herum

Oberösterreich
04.02.2026 14:00

Ein eingeleiteter Sparprozess des Ministeriums lässt im Mühlviertel die Wogen hochgehen. In Freistadt wird sogar über die Verlegung von 47 Mitarbeitern nach Linz spekuliert. Ihre Büros sind derzeit im Schloss untergebracht. Bürgermeister Christian Gratzl fordert vom Finanzminister nun konkrete Antworten.

Die vergangenen Jahre wurde in Freistadt immer wieder über das Aus für das Museum im Schloss spekuliert. Das Ende des Fördervertrags mit der Landeskulturdirektion riss eine große Lücke im Budget auf. Nun scheint dank einer Fördervereinbarung mit der Stadt die Zukunft des Museums abgesichert – die „Krone“ hat berichtet.

Prozess für mehr Effizienz
Dafür wird nun völlig unerwartet über den Abschied des Finanzamtes, das ebenfalls im Schloss untergebracht ist, spekuliert. Grund ist ein eingeleiteter Prozess im Finanzministerium für eine Effizienzsteigerung in den kommenden zwei Jahren. Laut Ministerium handle sich um eine regelmäßige Analyse der Standorte. „Dass in den einzelnen Bereichen immer wieder Gespräche über Effizienzsteigerungen – und damit einhergehend verschiedene Herausforderungen und Möglichkeiten – geführt werden, kann als normaler Prozess angesehen werden. Im Fall von Freistadt liege keine Entscheidung vor, es wurde auch keine Entscheidung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommuniziert“, wird in eine Stellungnahme klargestellt. 

Verunsicherung in Belegschaft
In der Bezirksstadt hingegen ist die Rede von einer Streichung von zehn Finanzämtern in Österreich. Eines davon soll jenes in Freistadt mit 47 Mitarbeitern sein. Von Gerüchten spricht VP-Stadtivze Johanna Jachs: „Ich bin im ständigen Kontakt mit gut informierten Quellen in Wien und halte die Standortschließung in Freistadt für ein Gerücht. Soviel ich weiß, gibt es Gespräche über die Zusammenlegung der Führungskräfte in Linz“, meint Jachs. Sie bestätigt aber eine große Verunsicherung unter den Mitarbeitern.

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Für ein Gerücht sind mir die Fakten zu griffig, etwa dass mit der Belegschaft geredet wird. Die Schließung des Finanzamts ist definitiv ein Thema. 

Harald Schuh, FP-Stadtrat

FP-Stadtrat Harald Schuh bleibt skeptisch: „Für mich ist an den Gerüchten etwas dran, sonst würde es nicht laufend Gespräche mit den Mitarbeitern geben.“

Brief an Minister
„Scheinbar konkret“, sind für SP-Bürgermeister Christian Gratzl die Schließungspläne. „Ich habe dem Finanzminister um eine Stellungnahme gebeten. Es ist schon komisch, dass ein Bürgermeister nicht informiert wird. Gegen die Schließung werde ich mich wehren. Das Finanzamt ist wichtig für die Region und für die Zusammenarbeit mit Tschechien.“ 

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