Kein Durchbruch nach fünf Runden: Die Gespräche über mehr Gehalt und kürzere Arbeitszeiten für das nichtärztliche Personal in den oberösterreichischen Ordensspitälern endeten in der Nacht auf Donnerstag erneut ohne ein echtes Ergebnis.
„Wir bedauern, dass heute noch kein Abschluss erzielt werden konnte. Gleichzeitig begrüßen wir, dass wieder eine konstruktive Gesprächskultur an den Verhandlungstisch zurückgekehrt ist“, sagt Johann Minihuber, Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations-GmbH. Er vertritt die Interessen von acht Krankenhäusern in Oberösterreich. Dort hatte es zuletzt vor allem in der Pflege große Aufregung bis hin zu einem Arbeitskampf gegeben. Wie berichtet, gingen Mitte Jänner große Teile der Belegschaft auf die Straße, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Die Gewerkschaft fordert für den nichtärztlichen Bereich in den Ordenskliniken eine Anpassung der Gehälter in Höhe der Inflation sowie eine schrittweise Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bis 2030.
Als öffentlich finanzierte Einrichtungen sind wir an klar definierte finanzielle Rahmenbedingungen gebunden.

Chefverhandlerin Carmen Breitwieser
Bild: Markus Wenzel
Das Angebot: 3,3 Prozent mehr und Sonderurlaub
Die Arbeitgeberseite hat in den Verhandlungen ein Angebot vorgelegt und spricht von fairen Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter, die mit wirtschaftlicher Verantwortung verbunden seien. Das derzeitige Angebot umfasst unter anderem eine Valorisierung der Löhne, Gehälter und Zulagen um 3,3 % ab 1. Juli 2026. Zudem wurden ein zusätzlicher Sonderurlaub sowie das Aussetzen der Anhebung der Kosten für Personalverpflegung und Parkgebühren angeboten.
„Wir sind an Rahmenbedingungen gebunden“
Chefverhandlerin Carmen Breitwieser, Geschäftsführerin des Ordensklinikums Wels-Grieskirchen, sagt: „Als öffentlich finanzierte Einrichtungen sind wir an klar definierte finanzielle Rahmenbedingungen gebunden. Innerhalb dieses Rahmens haben wir den vorhandenen Spielraum bestmöglich genutzt, um ein verantwortungsvolles Angebot für unsere Mitarbeiter vorzulegen.“
Die nächste große Verhandlungsrunde ist für den 24. Februar geplant. Bis dahin soll in einer Unterverhandlungsgruppe an einem Kompromiss gearbeitet werden, heißt es von der Arbeitgeberseite. Vonseiten der Gewerkschaft gab es in der Nacht auf Donnerstag noch keine Stellungnahme.
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