Wer mit Pellets heizt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Allein im Jänner mussten Kunden für lose Pellets um bis zu 28 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem halben Jahr.
Was sich im Vorjahr nicht verändert hat, ist das regionale Preisgefälle: Nach wie vor zahlen die Nutzer in Tirol und Vorarlberg am meisten, gefolgt von der Region Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. In der Ostregion, zu der auch das wenig bewaldete Burgenland gehört (neben der Steiermark, Kärnten und Osttirol), ist das Heizen mit Pellets am günstigsten.
Konkret stieg der durchschnittliche Preis in Westösterreich von 308 Euro pro Tonne im August 2025 auf 396 Euro im Jänner 2026 – ein Plus von 28,5 Prozent. Im Norden wurde es um 22,7 Prozent teurer (374 Euro), im Süden lag der Preisanstieg bei 19,7 Prozent (364 Euro).
373 Euro pro Tonne
Interessant ist auch der Blick auf den Pelletpreisindex der Branchenvereinigung ProPellets: Im Jahr 2006 lag der Index bei 123 Punkten, im Jahr 2016 bei 128 und 2026 bereits bei 210 Punkten. Im Jänner betrug der Pellets-Preis demnach 7,77 c/kWh, das ist ein Plus im Monatsabstand von 4,2 Prozent, im Jahresabstand lag der Zuwachs gar bei 24,7 Prozent. Gleichzeitig waren die Preise für Erdgas, Heizöl und Strom im Jahresvergleich deutlich rückläufig. Bei Abnahme einer typischen Haushaltsmenge (laut ProPellets liegt diese bei rund sechs Tonnen) wurden im Jänner im Schnitt österreichweit 373 Euro pro Tonne fällig.
2025 gab es eine Ausnahmesituation
Für die saisonale Entwicklung der Pelletpreise gab es 2025 eine Ausnahmesituation. In den vergangenen Jahren waren die günstigsten Preise meist im Frühjahr zu finden. Dabei lagen die Preise im April und Mai durchschnittlich fünf bis zehn Prozent unter dem Niveau der Herbst- und Wintermonate. „Im Jahr 2022 wurde dieser Verlauf erstmals durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine unterbrochen. Aufgrund der geopolitischen Lage kam es zu keiner Einlagerungsaktion – die gewohnte saisonale Preisstruktur blieb aus“, schreibt dazu ProPellets.
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