Dank robuster Bauwirtschaft und Tourismushoch stieg die Zahl der Arbeitslosen in Tirol im Jänner nur leicht um 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,9 Prozent die niedrigste in Österreich. Bei genauer Betrachtung tun sich im Bundesland aber große Unterschiede auf.
Zu Stichtag Ende Jänner waren in Tirol 19.418 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 342 Menschen mehr (+1,8%). Tirol steht deutlich besser da als andere Bundesländer und hat mit 4,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. „Die Quote ist erstmals seit über zwei Jahren stabil“, heißt es beim AMS. LH Anton Mattle (ÖVP) meint dazu: „Wir dürfen zuversichtlich sein, dass es weiter bergauf geht und sich der Arbeitsmarkt stabilisiert.“
Unterschiedliche Trends am Bau und im Tourismus
Das AMS nennt Tourismus und Bau als stabilisierende Branchen. Die Arbeitslosigkeit liegt in der Baubranche um 1,5 Prozent unter der Zahl des Vorjahres. „Aufgrund des milden Winters geht die saisonale Arbeitslosigkeit am Bau zurück“, analysiert AMS-Chefin Sabine Platzer-Werlberger.
Anders die Lage im Tourismus: Die Arbeitslosigkeit stieg um 7,8 Prozent, gleichzeitig verzeichnete die Branche vor allem durch höhere Saisonkontingente ein Beschäftigungswachstum von zuletzt 2,8 Prozent.
Wir erkennen klare Signale einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt in Tirol.

Sabine Platzer-Werlberger, Geschäftsführerin des AMS Tirol
Bild: Johanna Birbaumer
Spanne zwischen den Bezirken
Regional sind die Unterschiede groß: In den Bezirken Landeck (-17%), Kitzbühel (-7,6%), Schwaz (-4,8%) und Imst (-2,4%) sank die Arbeitslosigkeit, einen Anstieg gab es in den Bezirken Reutte (+10,6%), Innsbruck Stadt/Land (+6,2%), Kufstein (+4,5%) und Lienz (+1,2%).
Nicht erfreulich ist die Entwicklung bei Langzeitarbeitslosen. 2249 Frauen und Männer sind bereits länger als ein Jahr ohne Job, um 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. Betroffen sind vor allem ältere und kranke Personen, aber auch Menschen mit einem niedrigen Bildungsabschluss.
Das Land weist in diesem Zusammenhang auf Förderungen von 1,5 Millionen Euro für sozialökonomische Betriebe hin und unterstreicht die Bedeutung dieser Einrichtungen für die Wiedereingliederung.
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