Hinter den Kulissen

„Massive Umschichtung“ am Arbeitsmarkt in Tirol

Tirol
14.01.2026 12:00

Das Konjunkturbarometer der Tiroler Wirtschaftskammer liefert auch Einblicke in die Auftragslage, Investitionsvorhaben sowie die Personalentwicklung in den Tiroler Betrieben. Hinter den Kulissen finde eine „massive Umschichtung“ am Arbeitsmarkt statt. 

Bleibt die geopolitische Lage so, wie sie derzeit ist, wird in Tirol für heuer mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent gerechnet. Darüber, über den Geschäftsklimaindex sowie die größten Belastungen der heimischen Betriebe, berichtete die „Krone“ anlässlich der Präsentation des Konjunkturbarometers. Dieses liefert jedoch noch weitere Ein- und Ausblicke.

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Langfristig droht Tirol ohne stärkere Erweiterungsinvestitionen ein Produktivitätsrückstand.

Die Experten in der Tiroler WK

„Klassische u-förmige Bewegung bei Auslastung“
Bei der Kapazitätsauslastung sehen die Analysten „eine klassische u-förmige Bewegung“. So sprechen vor allem in den Branchen Verkehr (78%), Information und Consulting (72%) sowie dem Gewerbe (64%) viele Firmen von einer guten Kapazitätsauslastung und gleichzeitig „nur“ zwischen 20 und 22 Prozent von einer schlechten. Anders das Bild in der Industrie, wo nur 47 Prozent von einer guten, gleichzeitig aber 41 Prozent von einer schlechten Auslastung sprechen. Ähnlich die Lage in der Bauwirtschaft. 34 Prozent sprechen von einer Unterauslastung und 63 Prozent von einer guten.

„Strukturelle Schwäche“ bei Investitionsvorhaben
Bei der Analyse der Investitionsvorhaben zeigt sich eine „strukturelle Schwäche“. Gesamt betrachtet über alle Branchen hinweg ist nur bei 20 Prozent der Betriebe die Bereitschaft für Investitionen in den kommenden sechs Monaten gegeben. „Langfristig droht Tirol ohne stärkere Erweiterungsinvestitionen ein Produktivitätsrückstand.“

Abschließend noch ein Blick auf die Personalentwicklung. Hier verzeichnen die Experten insgesamt einen Saldo von minus 6 Prozentpunkten. Defensiv bleiben die Sparten Bau (-28%), das Gewerbe (-20%) sowie die Industrie (-14%). Besser sieht es indes im Tourismus (+2%), Information und Consulting (+7%), Verkehr (+9%) und dem Handel (+17%) aus. „Hinter den Kulissen findet eine massive sektorale Umschichtung statt“, so das Fazit.

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