Das stinkt gewaltig! Nachdem die Schweiz versucht, die Käsesorte Emmentaler über eine Ursprungsbezeichnung zu schützen, hat sich Widerstand formiert. Österreich hat sich dem Widerstand angeschlossen.
In diesem Zuge ist Österreich nun Teil des „Emmentalerverfahrens“ vor dem Europäischen Gericht (EuG). Wie die Niederlande, Frankreich und Deutschland ist Österreich neben diversen Interessensvertretungen als Streithelfer zugelassen, teilte das Agrarministerium am Sonntag mit.
Durch die Zulassung als Streithelfer kann Österreich nunmehr Stellung im Rechtsstreit rund um den traditionsreichen und beliebten Käse beziehen. In den kommenden Monaten erfolgen Stellungnahmen der Streithelfer beim EuG. Ziel derer ist es, Käse mit dem Namen Emmentaler auch weiterhin hierzulande bzw. außerhalb der Schweiz reifen zu lassen und zu verhindern, dass das exklusiv nur mehr in Helvetia geschehen darf.
Emmentaler sei seit Jahrzehnten ein Begriff für eine Käsesorte und nicht für eine Käseherkunft, so das Argument. Schließlich werde die Sorte hierzulande seit 90 Jahren erzeugt.
Die Europäische Kommission hatte der schweizerischen Forderung – beim EU-Gericht in Luxemburg geklagt hatte der Branchenverband Emmentaler Switzerland – nach einer geschützten Ursprungsbezeichnung eine Absage erteilt. Darauf brachte die Eidgenossenschaft Klage beim EuG ein.
Emmentaler auch „österreichische Tradition“
Es gehe um Rechtssicherheit für die Hersteller in Österreich, so Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Und: „Der Emmentaler ist kein exklusives Schweizer Kulturgut, sondern ein fester Bestandteil der europäischen und insbesondere der österreichischen kulinarischen Tradition.“ Daher werde man sich weiterhin für Emmentaler auch aus Österreich einsetzen.
Der Hartkäse gilt hierzulande als besonders beliebt. Pro Jahr wurden zuletzt bis zu 14.000 Tonnen produziert. Der Emmentaler wichtiger Teil der hiesigen Milchwirtschaft und Produkt vieler Molkereien. Auch als Exportprodukt aus Österreich zieht sich der Käse über die Grenzen.
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