Die Regierung senkt die Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel. Brot, Milch und Gemüse sollen billiger werden – doch beim Fleisch greift der Staat weiter voll zu. Das sorgt für Ärger an der Theke, die „Krone“ hört genau hin!
Brot und Milch billiger, Gemüse steuerlich entschlackt – eine jährliche Entlastung der Privathaushalte von knapp 100 Euro versprochen. Doch ausgerechnet dort, wo in Österreich das Herz in der Pfanne höher schlägt, klafft eine Lücke: Fleisch fehlt auf der Liste der angekündigten Mehrwertsteuer-Senkung von zehn auf 4,9 Prozent.
Wo bleibt mein Schnitzel?
Während die Regierung sich für die Entlastung auf die Schulter klopft, fragen viele Österreicher: Wo bleibt mein Schnitzel?
Die „Krone“ hat mit Fleischern aus ganz Österreich gesprochen – und der Tenor ist eindeutig. Kopfschütteln, Unverständnis, Ärger: „Für die Kundschaft ist Fleisch kein Luxus, sondern Alltag. Diese Entscheidung ist eine mittlere Katastrophe“, sagt Josef Teufl, Schlachter aus Niederösterreich.
Kollege Raimund Plautz aus Kärnten ergänzt: „Es war ein Schnellschuss der Regierung, ohne groß darüber nachzudenken.“


400 Millionen Euro an „Mindereinnahmen“
Offiziell heißt es aus dem politischen Elfenbeinturm, der Spielraum sei begrenzt, Fleisch zu teuer, die Wirkung zu groß. Immerhin rechnet man schon jetzt mit jährlichen „Mindereinnahmen“ von mehr als 400 Millionen Euro. Inoffiziell sprechen viele von einer bewussten Auslassung, um keine neue Debatte über Klima, Konsum und Moral loszutreten.
Doch genau diese Debatte ist jetzt trotzdem da – und sie tobt zwischen Fleischtheke und Kassa.
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