Ohne Russland-Geschäft

RBI steigert Gewinn auf über 1,4 Milliarden Euro

Wirtschaft
30.01.2026 07:53

Die Raiffeisenbank International hat 2025 ihr Ergebnis um 48 Prozent steigern und somit einen enormen Gewinn von über 1,4 Milliarden Euro erzielen können. Nicht eingerechnet ist das Geschäft in Russland, wo die Bank einen Verlust von 86 Mio. Euro schrieb.

Die Kernerträge wuchsen um drei Prozent auf 6,186 Mrd. Euro, getrieben durch beschleunigtes Kreditwachstum. Den größten Teil davon macht der Zinsüberschuss aus, der um ein Prozent auf 4,184 Mrd. stieg. Der Provisionsüberschuss verzeichnete ein Plus von neun Prozent auf 2,002 Mrd. Euro. In den meisten Märkten der RBI habe es Zuwächse gegeben, insbesondere in Rumänien, Ungarn und Tschechien, erklärte der Konzern am Freitag.

RBI-Chef euphorisch
Das Kreditwachstum habe im Jahresvergleich sechs Prozent betragen und sich insbesondere im vierten Quartal 2025 in allen Ländern, vor allem in der Konzernzentrale in Wien, beschleunigt. RBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl äußerte sich in einer Aussendung euphorisch: „Das sehr gute Geschäftsergebnis 2025 zeigt ein weiteres Mal die Ertragsstärke der RBI. Wir haben in allen unseren Kernmärkten ausgezeichnete Ergebnisse erzielt.“ Aufgrund dieser Zahlen will der Vorstand der Hauptversammlung am 9. April 2026 eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie vorschlagen.

Auch die Qualität des Kreditportfolios sei gut, so die Bank. Die Quote notleidender Kredite lag bei 1,7 Prozent (2024: 2,1 Prozent). Spürbar sanken auch die Risikokosten der Bank, sie lagen Ende 2025 bei 192 Mio. Euro, nach 287 Mio. Euro im Jahr davor.

Die Raiffeisenbank International macht vor allem in Osteuropa gute Geschäfte.
Die Raiffeisenbank International macht vor allem in Osteuropa gute Geschäfte.(Bild: AP/HELMUT FOHRINGER)

Russland-Geschäft wird weiter abgebaut
Weiterhin ist die RBI in Russland tätig. Der Konzern will sein Geschäft dort aufgeben, was aber mit Hürden verbunden ist. Denn Moskau muss einem Verkauf zustimmen, zudem läuft ein Rechtsstreit. Das Geschäft in Russland wird weiter abgebaut. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 sei das Kreditvolumen der Raiffeisenbank Russland um 60 Prozent gesunken, so der Konzern. Auch die Kundeneinlagen seien in den fast vier Jahren erheblich zurückgegangen – ein Minus von 40 Prozent. Grund dafür seien „entschiedene Maßnahmen“, so zahlt man russischen Kunden etwa keine Zinsen auf Einlagen mehr aus. Alle Vorgaben zur Geschäftsreduktion seien 2025 erfüllt worden, betonte die RBI in ihrer Aussendung. Unterm Strich schrieb die Bank in Russland einen Verlust von 86 Mio. Euro.

Ohne das Russland-Geschäft sei zum Jahresende 2025 die harte Kernkapitalquote bei 15,5 Prozent gelegen. Bei dieser Berechnung ging die Bank von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem die Tochtergesellschaft in Russland komplett aus dem Mutterkonzern herausgelöst wird und dabei ihr gesamtes Eigenkapital verliert.

Ausblick für 2026
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die RBI – wieder ohne das Russland-Geschäft - mit einem Zinsüberschuss von 4,4 Mrd. Euro und einem Provisionsüberschuss von 2,1 Mrd. Euro. Das Kreditwachstum wird mit sieben Prozent beziffert. Die harte Kernkapitalquote soll über 15 Prozent bleiben.

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