Mehr Männer als Frauen

Senioren: So viele Verkehrstote wie lange nicht

Österreich
30.01.2026 09:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erschreckende Zahlen aus dem Straßenverkehr: Im vergangenen Jahr sind so viele Pensionisten bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen wie schon lange nicht mehr – konkret seit dem Jahr 2012. Starben damals 154 Senioren, waren es im Vorjahr 147.

Dies berichtete der VCÖ am Freitag unter Berufung auf Daten des Innenministeriums (BMI). Insgesamt starben 2025 nach Zahlen des BMI 397 Menschen im Straßenverkehr. 

Hoch war der Mobilitätsorganisation zufolge besonders die Zahl der Seniorinnen und Senioren, die als Fußgängerinnen und Fußgänger sowie mit dem E-Bike und mit dem Fahrrad tödlich verletzt wurden. Im Jahr 2012 verloren 154 Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr ihr Leben. Die niedrigste Anzahl an älteren Verkehrstoten gab es in den Jahren 2021 mit 99 und 2017 mit 101.

Weit mehr Männer unter den Toten
Auffallend ist laut VCÖ, dass mit 110 dreimal so viele Männer der Generation 65 plus bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen wie Frauen. Bei älteren Menschen sei zudem die Zahl der im Ortsgebiet tödlich Verletzten deutlich höher: Während insgesamt 26 Prozent bei Verkehrsunfällen im Ortsgebiet starben, waren es bei älteren Menschen 44 Prozent.

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Für die Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren ist Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet besonders wichtig.

VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky

„Das ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Im Alter nimmt der Anteil der im Wohnumfeld zurückgelegten Alltagswege zu und, zweitens steigt der Anteil des Zu-Fuß-Gehens an der Mobilität. Für die Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren ist Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet besonders wichtig“, betonte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.

Anreize für Öffi-Nutzung schaffen
Die meisten älteren Verkehrstoten waren Pkw-Insassen mit 52. Die Anzahl tödlicher Pkw-Unfälle könne mit dem verstärkten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs deutlich reduziert werden, betonte der VCÖ und plädierte auch dafür, Anreize zum Umstieg auf die Öffis zu schaffen. Vorgeschlagen wurde, dass Personen, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, drei Jahre lang kostenlos ein Bundesland-Klimaticket erhalten.

Tödliche Unfälle mit E-Bikes
Die dritthöchste Opferzahl bei älteren Menschen verzeichneten im Vorjahr Unfälle mit E-Bikes. 22 Seniorinnen und Senioren kamen damit ums Leben, sieben davon in Niederösterreich und sechs in Oberösterreich. Im Burgenland und Wien gab es keinen tödlichen E-Bike Unfall von der Generation 65 plus, so der VCÖ. Mit dem Fahrrad wurden 20 Seniorinnen und Senioren bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt, die meisten in Niederösterreich und in Salzburg mit jeweils fünf. VCÖ-Expertin Jaschinsky forderte mehr Tempo beim Radwegeausbau.

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