FPÖ-Politikerin Dagmar Belakowitsch, Stellvertreterin von Klubobmann Herbert Kickl, hat auf ihrer Facebook-Seite ein KI-Bild veröffentlicht, das vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt. Peinlich für eine Partei, die seit Jahr und Tag trommelt, wie wichtig es sei, gut Deutsch zu können.
Vergangenen Oktober schlug FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung Alarm, weil die Arbeitslosenquote in der österreichischen IT-Branche aufgrund von KI deutlich gestiegen sei. Sie warf der Regierung vor, diese Entwicklung zu verschlafen, anstatt „die Chancen der Künstlichen Intelligenz zu nutzen“.
Wer sich auf dem Facebook-Profil der Nationalratsabgeordneten umsieht, stellt fest, dass Belakowitsch selbst diese Chancen umfassend nutzt. Zahlreiche Bilder, die dort gepostet werden, sind deutlich merkbar mithilfe von KI generiert worden. Das ist vor allem an Fehlern in der Rechtschreibung zu erkennen.
Lauter Ungereimtheiten
Am Mittwoch veröffentlichte die FPÖ-Politikerin ein solches KI-Posting, das die sogenannte Remigration zum Thema macht. Remigration ist ein von Rechtsextremen geprägter Begriff, der beschönigend die Massendeportation von Migranten meint. Das von Belakowitsch gepostete Bild zeigt Menschen, die auf einen Grenzübergang zugehen. Offenbar soll es die österreichische Grenze sein, aber das „Ö“ von „Österreich“ in der Überschrift sieht mehr wie ein Hatschek aus, und auf dem Grenzschild steht „Republik Österren“. Würde da korrekt Österreich stehen, würde das noch immer der Botschaft des Postings widersprechen, denn die Menschen bewegen sich ja darauf zu. Statt Grenzkontrolle ist zudem „Grenzkontolle“ zu lesen. Im Hintergrund sind weitere KI-Ungereimtheiten zu erkennen.
Offenbar hat das Posting niemand in der FPÖ auf Fehler kontrolliert, es hängt schon über einen Tag auf der Seite von Belakowitsch. Erstaunlich für eine Partei, die immer wieder anprangert, dass Deutsch an den Schulen zur „Fremdsprache“ werde und von Kindern einfordert, sie sollten noch vor Schulstart gutes Deutsch beherrschen …
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