Jahrelang soll ein Salzburger (67) sein eigenes Kind sexuell missbraucht haben. Bei seinem Strafprozess zeigte sich der Mann nicht geständig und sprach von „Lügen“ und einer „Intrige“ – doch das Gericht glaubte ihm nicht...
Bis zuletzt hielt er an seiner Version der Geschichte fest. Es sei alles „Blödsinn“ und eine „Intrige“. Auch am zweiten Verhandlungstag zeigte sich ein 67-jähriger Pongauer nicht geständig. „Alles Lügen“, meinte er am Mittwoch im Salzburger Landesgericht.
Doch die Vorwürfe gegen den Pensionisten sind massiv: Wie berichtet, soll der Mann seine eigene Tochter fast zehn Jahre lang immer wieder vergewaltigt haben. Seine drei Stiefkinder soll er wiederholt misshandelt und geschlagen haben.
Tochter berichtet über das Unfassbare
Die mittlerweile 23-jährige Tochter kam am Mittwoch erstmals zu Wort. Per Video wurden ihre schier unfassbaren Schilderungen eingespielt. Ihr Vater soll sie immer wieder in die Gartenhütte des Pongauer Einfamilienhauses gezerrt haben und sich dort gewaltsam an ihr vergangenen haben. Erst im Herbst 2023 habe sie sich dann ihrer Halbschwester anvertraut. Eine Anzeige folgte.
Der Beschuldigte betonte bereits zum Prozessauftakt: „Ich habe das Kind nie angefasst.“ In der Gartenhütte sei es viel zu eng, um dort mit jemandem Sex zu haben. Zudem habe er Potenzprobleme. Ein Gutachten soll ihm gar eine erektile Dysfunktion bescheinigen.
Auch Stiefsohn fasste Strafe aus
Am Mittwochnachmittag verkündete Richterin Martina Kocher das – noch nicht rechtskräftige – Urteil: Der Pongauer fasst eine achtjährige Freiheitsstrafe aus. Sein mitangeklagter Stiefsohn bekam sechs Monate bedingt. Er soll gegenüber der Polizei gelogen haben, um seinen Stiefvater zu schützen.
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