Ein Pongauer soll seine eigene Tochter fast zehn Jahre lang immer wieder vergewaltigt haben. Jetzt steht der Pensionist (68) vor Gericht. „Ich habe das Kind nie angegriffen“, beteuert er und wittert vielmehr eine „Intrige“ seines Nachwuchses ...
Sexueller Missbrauch Unmündiger, Vergewaltigung, Blutschande, Körperverletzung, Freiheitsentzug. Die Liste der Vorwürfe ist lang – die Rechtfertigungen des Angeklagten fielen umso kürzer aus. Es sei „alles Blödsinn“ und „eine Intrige“, meinte der 68-Jährige zum Prozessauftakt am Montag am Landesgericht. Für ihn steht fest: „Ich habe mein Kind nie angegriffen.“
Die Staatsanwaltschaft sieht das völlig anders. Laut Anklage soll der Pongauer seine mittlerweile 23 Jahre alte Tochter zunächst unsittlich berührt und dann mehrere Male vergewaltigt haben. Die Taten sollen ab ihrem zwölften Lebensjahr begonnen haben. Der bislang unbescholtene Angeklagte soll sein Opfer in die Gartenhütte des gemeinsamen Hauses gezerrt und sich dort immer wieder an seiner Tochter vergangen haben. Da konnte der Pongauer vor Gericht nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.
In der Gartenhütte sei es viel zu eng, um dort mit jemandem Sex zu haben. Zudem habe er Potenzprobleme. Ein Gutachten soll ihm gar eine erektile Dysfunktion bescheinigen. Eine Vergewaltigung sei damit gar nicht möglich. Warum seine Tochter gegen ihn dennoch derart schwerwiegende Vorwürfe erhebt? Schuld sei wohl deren Beziehung zum Vater ihrer Kinder. „Es war alles gut, bis sie diesen Drogenjunkie kennengelernt hat. Die wollen wahrscheinlich Geld, daher diese Intrige“, vermutete der Angeklagte.
Pensionist soll Kinder mit Billard-Stecken verprügelt haben
Damit nicht genug: Seine drei Stiefkinder soll der 68-Jährige gemäß Anklage jahrelang misshandelt haben. Mehrmals soll er sie etwa mit einem Billard-Stecken geschlagen haben. Auch das sei alles eine Lüge: „Wir haben in unserem Haus nie einen Billard-Tisch gehabt.“
Mitangeklagt ist auch ein Stiefsohn des Pongauers. Er soll gegenüber der Polizei gelogen haben, um seinen Stiefvater zu schützen. Auch er zeigte sich zunächst nicht geständig. Der Prozess wird am Mittwoch mit Zeugenbefragungen fortgesetzt.
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