14-Jähriger starb

„Aktuell muss man mit großer Vorsicht Ski fahren“

Oberösterreich
27.01.2026 06:00

Am Feuerkogel in Oberösterreich kam am Montagvormittag ein 14-jähriger Urlauber aus Tschechien von der präparierten Piste ab und stürzte mehrere Meter ins freie Gelände ab. Es war der zweite tödliche Unfall innerhalb weniger Tage in Österreich. Der Leiter der Alpinpolizei warnt deshalb vor den aktuell herausfordernden Bedingungen.

In einer Tragödie endete am Montagvormittag der Ausflug einer etwa 20-köpfigen Urlaubergruppe aus Budweis (Tschechien), der auch ein 14-jähriger Bub und sein Vater angehörten. Laut Polizei war der Jugendliche zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 10 Uhr mit zwei Begleitpersonen am Feuerkogel in Ebensee unterwegs.

Letzter der kleinen Gruppe
Der Bursch fuhr als Letzter der kleinen Gruppe, als er am Ende der Gruber-Familienabfahrt in einem relativ flachen Bereich rechts von der präparierten Piste abkam und ins freie Gelände geriet. „Der Bub stürzte rund sieben Meter über Geröll und Bäume ab. Das Problem ist, dass neben den Pisten aktuell kein Schnee ist, der solch einen schweren Unfall abfedert“, erklärt Bernhard Magritzer, Leiter der Alpinpolizei Gmunden.

Außerdem soll der Tscheche so heftig gegen einen Felsen geprallt sein, dass sogar sein Helm zerbrach. Ein zufällig vorbeikommender Mitarbeiter der Seilbahn eilte umgehend zur Unfallstelle und setzte einen Notruf ab.

Zitat Icon

Aktuell muss man mit großer Vorsicht agieren. Die Pisten sind hart und daneben liegt kein Schnee.

Bernhard Magritzer, Alpinpolizei Gmunden

Eine Stunde lang reanimiert
„Es wurden alle verfügbaren Kräfte am Berg zusammengerufen“, so Magritzer. Doch trotz der vielen Retter kam für den 14-Jährigen jede Hilfe zu spät. Nach einer Stunde mussten die Reanimationsmaßnahmen erfolglos eingestellt werden. Der Vater setzte sich nach dem Unfall sofort ins Auto, um der in Budweis gebliebenen Mama und Ehefrau persönlich von dem Schicksalsschlag zu erzählen.

Fatale Kollision in Salzburg
In Oberösterreich war es der erste tödliche Skiunfall in dieser Saison. Im Nachbarbundesland Salzburg hatte sich erst am Samstag eine fatale Kollision auf der Piste ereignet. Ein 14-Jähriger aus Irland rammte auf der Schmittenhöhe in Zell am See einen 49-jährigen Einheimischen. Der Mann erlag an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Der Jugendliche ging nach ursprünglicher Fahrerflucht mit seinen Eltern zur Polizei.

Magritzer warnt angesichts der schrecklichen Unfälle der vergangenen Tage vor zu viel Übermut auf den Pisten: „Aktuell muss man beim Skifahren mit sehr großer Vorsicht agieren. Die Pisten sind extrem hart und erlauben hohe Geschwindigkeiten, die viele dann unterschätzen.“

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