Noch steht in Salzburg kein Windrad. Das könnte sich schon bald ändern: Der Windpark bei Flachauwinkl wurde mit 13 Turbinen geplant. Auf eine könnte zugunsten des Federwilds verzichtet werden. Die „Krone“ kennt die Hintergründe.
Nach und nach dringen neue Informationen der nicht-öffentlichen Verhandlung zum geplanten Windpark bei Flachauwinkl nach außen. Zwei Tage lang wurde vergangene Woche über die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt debattiert. Aus Naturschutzgründen steht nun eines der 13 auf dem Windsfeld geplanten Windräder zur Debatte.
Das bestätigt auch Markus Kirchner, Geschäftsführer der Windsfeld GmbH, gegenüber der „Krone“. Die Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Konkret gehe es um den am niedrigsten liegenden Standort auf rund 1600 Meter Seehöhe. Der dortige Standort mit dem geringsten Energie-Ertrag würde den geschützten Birkhühnern in die Quere kommen. Um eine Genehmigung für das Gesamtprojekt zu bekommen, könnte auf diesen Standort verzichtet werden.
Ungeklärte Zukunft für bekannten Wanderweg
Ebenfalls ein Thema waren die alpinen Wanderwege, die aktuell durchs Windsfeld führen. Darunter ist etwa der bekannte Zentralalpenweg, Österreichs längster Wanderweg. Wie es mit den Wegen weitergeht, ist noch offen. „Das ist nach der Bewilligung auszuhandeln mit den Grundeigentümern und alpinen Vereinen“, berichtet Liliana Dagostin vom Alpenverein. Die Bergfreunde haben mit dem Gesamtprojekt keine Freude. „Es macht einen riesigen Unterschied, ob man auf einem Wanderweg unterwegs ist oder auf einer ausgebauten Baustraße“, sagt Dagostin.
Wie es während der Bauphase mit den Wanderwegen weitergeht, ist auch noch offen. „Das wird erst entschieden, wenn die Bewilligung da ist“, erklärt Dagostin. Vieles hängt jetzt vom Bescheid des Landes ab. Die Arbeiten daran werden noch mehrere Wochen dauern.
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