Eine starke Vorstellung! Nach ihrem Nationenwechsel gelangen Ex-ÖSV-Ass Carina Edlinger beim Para-Biathlon-Weltcup im polnischen Jakuszyce in der Verfolgung und im 12,5 km-Rennen ihre ersten Siege für Tschechien: „Es ist schön zu sehen, wie sehr meine Erfolge gefeiert werden.“
In ihrer Spezialdisziplin Langlauf, in der sie für Österreich sechs Goldmedaillen bei Großereignissen gewonnen hat, darf die sehbehinderte Carina Edlinger wegen einer FIS-Regelung beim Thema Nationenwechsel (fester Wohnsitz seit mindestens zwei Jahre) nicht bei den Paralympics in Cortina starten. Daher konzentriert sich die seit dieser Saison für Tschechien startende Salzburgerin auf den Biathlon.
Bei Hymne mitgesungen
Nach Podestplatzierungen beim Weltcup in Canmore (Kanada) im Dezember feierte Carina, die jetzt mit Nachnamen Edlingerova heißt, beim Weltcup im polnischen Jakuszyce ihre ersten Siege. Diese stießen in Tschechien auf große Aufmerksamkeit. Die 27-Jährige sang auch bei der Hymne mit: „Die habe ich schon gelernt.“ Besonders angetan zeigte sich Edlinger von ihrer Schießleistung. Beim Sieg über die 12,5 Kilometer passierte ihr nur ein Fehler: „Die Waffe ist jetzt mein Freund, ich habe es viel trainiert. Es ist schön, wenn es dann so aufgeht.“
Das Schießen beim erfolgt über 50 Meter, wobei Athleten mit Sehbehinderung elektronische Gewehre (Infrarot) mit akustischen Signalen nutzen. Die Zielscheiben sind 21 Millimeter groß. Carina, die sich in Österreich mehr Anerkennung und Unterstützung gewünscht hatte, sagt: „Also kleiner als eine Ein-Euro-Münze.“
„Darf das nicht persönlich nehmen“
Die Enttäuschung, dass sie den österreichischen Pass abgeben musste („ich hatte eigentlich alle Voraussetzungen für eine Doppel-Staatsbürgerschaft“) und bei einer Rückkehr einen Deutsch-Test und einen Geschichte-Test machen muss, ist verraucht: „Ich darf das Ganze nicht persönlich nehmen. Ich schaue nur noch nach vorne.“
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