Hightech und Herzblut

Das sind die Trends für den kommenden Skiwinter!

Bergkrone
26.01.2026 10:48

Während sich internationale Branchengrößen wie die ISPO in München zuletzt selbst ein Bein gestellt haben, zeigt Österreich eindrucksvoll, wo die Musik spielt. Die ÖSFA – die österreichische Sportartikel- und Fashion Messe in Salzburg – ist längst ein Pflichttermin für den heimischen Sportfachhandel. Hier geht es nicht um Show, sondern um Substanz: Was bringt die kommende Wintersaison wirklich? Für die „Bergkrone“ hat sich Gerhard Brüggler, WorldSkiTest-Macher und Ski-Insider der ersten Stunde, durch die Hallen gearbeitet. Sein Eindruck: Die Skiindustrie ist zurück auf Angriff.

Besonders die Skibranche hat Gerhard überrascht. „Jahrelang waren es nur kleine Evolutionsschritte“, so der Branchen-Kenner. Doch heuer hat man gespürt: „Die Hersteller wollen wieder richtig vorlegen.“ Allen voran der slowenische Skiproduzent Elan mit dem Schlagwort „Carving 2.0“. Der Clou: ein völlig neu gedachter Ski-Innenaufbau. Zwei Titanalplatten, dazwischen ein elastisches Dämpfungselement – fast wie ein intelligentes Federungssystem. Das sorgt für mehr Druck bei Tempo und weniger Kraftaufwand beim gemütlichen Fahren. Gerhard: „Der Ski passt sich dem Fahrstil an, lenkt leichter ein und bleibt trotzdem stabil. Für sportliche Genussfahrer eine echte Revolution.“

Mit „Carving 2.0“ ist Elan laut Gerhard dabei, das Skifahren zu revolutionieren.
Mit „Carving 2.0“ ist Elan laut Gerhard dabei, das Skifahren zu revolutionieren.(Bild: Gerhard Brüggler)
Fischer setzt bei seinen neuen Skimodellen auf die Noize Control-Technik.
Fischer setzt bei seinen neuen Skimodellen auf die Noize Control-Technik.(Bild: Gerhard Brüggler)

Auch Fischer Ski schlägt in diese Kerbe. Mit der „Noize Control“ soll der Ski ruhiger, harmonischer und insgesamt leichter fahrbar werden – weniger Vibration, mehr Vertrauen auf der Kante. Laut Fischer ist die Noize Control eine innovative Oberfläche und Strukturtechnik, die gezielte Vibrationen reduziert. Einen Vergleich kann man sich so vorstellen: Ohne diese Technologie „zittert“ der Ski bei hohen Geschwindigkeiten stärker, mit Noize Control bleibt er ruhiger und präziser – ähnlich wie ein gedämpftes Auto-Fahrwerk im Vergleich zu einem harten Sportfahrwerk. 

Sicherheit trifft Science-Fiction
Beim Thema Skihelm ist klar: Billigware hat auf der Piste nichts verloren. Alle namhaften Marken sind zertifiziert – doch UVEX setzt für Gerhard heuer neue Maßstäbe. Ein integrierter Visierhelm um rund 450 Euro lässt die Brille beim Hochklappen elegant verschwinden. Kein Spalt, kein Zug, maximales Sichtfeld – und perfekt für Brillenträger. Komfort und Performance auf Weltcup-Niveau.

Ein echtes Ausrufezeichen setzt UVEX für den WorldSkiTest-Macher außerdem im Nachwuchsbereich: Der erste FIS-homologierte Kinderhelm – und der ist sogar pink.

HEAD kontert mit einer echten Hightech-Spielerei: Eine Skibrille mit LCD-Visier, die sich automatisch an Licht und Schatten anpasst. Elektronisch gesteuert, ein- und ausschaltbar – so präzise hat das bisher noch keiner umgesetzt.

Gerhard ist vom neuen UVEX Helm mit integriertem Visier begeistert.
Gerhard ist vom neuen UVEX Helm mit integriertem Visier begeistert.(Bild: Gerhard Brüggler)

Mehr Schutz fürs Knie
Bei den Skischuhen und Skibindungen überzeugt Gerhard aber vor allem eines: die neue HEAD Sicherheitsbindung von Tyrolia, die beim gefürchteten Drehsturz eingreift. Erstmals ist es den Tyrolia-Ingenieuren gelungen, dass der Fersenautomat einer Skibindung bis zu 30 Grad seitlich auslösen kann - ein potenzieller Gamechanger gegen Knieverletzungen. Technisch ist die „Protector“ extrem anspruchsvoll, aber ein Meilenstein in Sachen Sicherheit.

Auch bei den Skischuhen tut sich was: ATOMIC überrascht mit dem innovativen „Zentraleinsteiger“ – eine Mischung aus Komfort und Performance. Bequemer Einstieg über das Heck samt perfekte Anpassung via BOA-System und dem Halt wie ein herkömmlicher Skischuh. Also maximaler Komfort ohne Rennstress.

HEAD geht noch weiter und setzt auf zwei BOA-Systeme - getrennt für oberen und unteren Fußbereich. Weniger Druckstellen, bessere Kraftübertragung und ein Look, den man sofort erkennt.

Die neue Tyrolia Bindung mit auslösbaren Fersenautomat.
Die neue Tyrolia Bindung mit auslösbaren Fersenautomat.(Bild: Gerhard Brüggler)
Erstmals löst der Fersenautomat auch hinten aus, was das Skifahren sicherer machen soll.
Erstmals löst der Fersenautomat auch hinten aus, was das Skifahren sicherer machen soll.(Bild: Gerhard Brüggler)

Warme Hände für Skirennfahrer
Ein absolutes Messe-Highlight kommt aus Tirol: Zanier. Mit dem Gate Killer Heat präsentieren die Handschuh-Spezialisten den weltweit ersten beheizbaren Rennhandschuh – und holen dafür völlig verdient den ÖSFA-Award. Die Basis bildet der kompromisslose Gate Killer Rennhandschuh: TPU-Protektoren, robustes Ziegenleder, maximaler Grip. Neu dazu kommt Hightech pur: unsichtbar integrierte Heizelemente,
80-Gramm-Lithium-Ionen-Akkus, der bis zu sieben Stunden Wärme auf drei Stufen liefert. Entwickelt für Athleten, die auch bei eisigen Bedingungen keine Ausreden gelten lassen.

Nachhaltigkeit und Tradition
Auch abseits von Speed und Technik setzt die Wintersport-Branche Zeichen. UYN geht einen radikalen Schritt und reduziert Kunstfasern auf ein Minimum. Das Ergebnis: 99 Prozent Naturfasern in der Funktionsunterwäsche. Haptik und Tragegefühl? „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“, staunt selbst Gerhard.

Emotionen weckt beim Skiprofi KÄSTLE. Die österreichische Traditionsmarke ist endgültig zurück – mit dem „Return-to-Fit“-BOA-Konzept: stufenlos verstellbar, bequem beim Öffnen, präzise beim Schließen. Dazu ein markantes Design samt Holodeck in der Skischaufel und das Bekenntnis zur Farbe Mint.

Die ersten beheizbaren Rennhandschuhe von Zanier.
Die ersten beheizbaren Rennhandschuhe von Zanier.(Bild: Gerhard Brüggler)
Ski-Unterwäsche von UYN im Ski Austria-Stil.
Ski-Unterwäsche von UYN im Ski Austria-Stil.(Bild: Gerhard Brüggler)
Das Return-to-Fit-System bei Kästle Skischuhen. Mittels BOA-System wird der Schuh zum Skifahren ...
Das Return-to-Fit-System bei Kästle Skischuhen. Mittels BOA-System wird der Schuh zum Skifahren angepasst. Auf der Hütte braucht man nur eine Schnalle öffnen, wenn man es bequem haben will.(Bild: Gerhard Brüggler)
Neuer HEAD Skischuh mit doppeltem BOA-System und völlig neuer Anordnung der Einstellräder.
Neuer HEAD Skischuh mit doppeltem BOA-System und völlig neuer Anordnung der Einstellräder.(Bild: Gerhard Brüggler)

Für Gerhard zeigt die ÖSFA eindrucksvoll: Die Wintersport-Industrie lebt – innovativ, mutig und überraschend. „Skifahren wird leichter, sicherer – und noch viel mehr Spaß und Freude machen“, so Gerhard.

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