Arjen Robben fand für das Debakel am Dienstag drastische Worte. "Heute haben wir auf die Fresse bekommen", sagte der Niederländer und forderte: "Akzeptieren, weinen, nach Hause gehen und weitermachen. Wir müssen den Kopf hochnehmen, wir haben noch ein Pokalfinale."
Das Duell mit Borussia Dortmund um den Cuptitel zum Saisonabschluss am 17. Mai in Berlin muss nun darüber befinden, wie gut das erste Jahr unter Trainer Pep Guardiola ausfällt. Nach der Meisterschaft ist für die Bayern noch das Double drin. "Auf dem Pokalfinale liegt jetzt der Fokus", kündigte Guardiola an.
Philipp Lahm warnte davor, nach dem Aus alles infrage zu stellen. "Jetzt wieder alles schlecht zu sehen, was wir in den letzten Wochen und Monaten getan haben - da mache ich nicht mit", erklärte der Kapitän.
Lahm und seine Kollegen scheiterten unter anderem an ihrer Schwäche bei Standardsituationen, als sie von Sergio Ramos zwei Tore in vier Minuten kassierten. "Dann stehst du erstmal da und schaust dich blöd an, was ist hier los?", erklärte Thomas Müller. Auf eine Diskussion über Raum- oder Manndeckung bei Standards mochte sich Sportvorstand Matthias Sammer nicht einlassen: "Man kann auch in der Raumdeckung mannorientiert agieren und blocken, und dementsprechend kann man beides gut oder nicht so gut machen."
Ribery droht wegen Ohrfeige ein Nachspiel
Diplomatisch äußerte sich der Sportvorstand auch im Zusammenhang mit der nicht geahndeten Tätlichkeit von Franck Ribery gegen Daniel Carvajal - die Ohrfeige des Franzosen gegen den Spanier könnte noch ein Nachspiel bei der UEFA haben. "Das ist sicherlich etwas unnötig", befand Sammer, ohne die Tätlichkeit zu bestätigen. Man dürfe jetzt nicht "Carvajal als den Superbuben" darstellen. "Wir sind auf einer hohen Ärgernisstufe zu dem Zeitpunkt", versuchte Sammer zu beschwichtigen.
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