Durch die Regelung, nur mehr Hauptwohnsitzer bei der Gemeinderatswahl das Stimmrecht zu geben, sind heute deutlich weniger Personen zur Wahl in St. Pölten aufgerufen, als noch vor fünf Jahren. Rund 6500 von ihnen haben bereits vorab davon Gebrauch gemacht.
Seit 7. Jänner kann man in der Landeshauptstadt bereits sein Kreuzerl bei den Parteien und Kandidaten vergeben. Ab diesem Tag konnten nämlich erstmals am Rathaus Wahlkarten abgegeben werden. Dabei wurde wieder etwas aufgebaut, was in Corona-Zeiten – die Wahl 2021 fand ja während der Pandemie statt – erstmals genutzt wurde: die Wahlcontainer unmittelbar vor dem Rathaus. Sie hätten sich als sichtbares Zeichen, dass man unkompliziert direkt wählen beziehungsweise die Wahlkarte beantragen kann, bestens bewährt, argumentiert man im Rathaus.
Wahlkarten-Rekord während Pandemie
Mit Stand Freitagmittag hatten dieses Angebot bereits 6540 Personen, also knapp jeder Sechste, in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Während Covid war 2021 die Rekordzahl von 12.598 Wahlkarten beantragt worden. Diese Zahl ist aber nicht nur pandemiebedingt heuer nicht zu erreichen. Durch die Regelung, nur mehr Hauptwohnsitzer zum Urnengang zu bitten, sind dieses Mal rund 2600 Personen weniger wahlberechtigt als 2021.
Für rund 380 St. Pöltner stellt die Gemeinderatswahl überhaupt eine Premiere dar. Sie sind Erstwähler und dürfen damit erstmals aktiv durch ihr „X“ das politische Geschehen in der Landeshauptstadt mitbestimmen.
Wahlbeteiligung als Sorgenkind
Bleibt zu hoffen, dass sie das auch tun. Denn die Wahlbeteiligung erlebte 2021 ein historisches Tief. Sie war mit 55,96 Prozent so gering wie nie zuvor. Zum Vergleich: 1986 lag sie bei 84,9 Prozent, 2016 immerhin noch bei 63,6 Prozent.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.