Der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner arbeitet weiter an seinem Comeback und könnte als Miteigentümer des Alpine-Rennstalls in die Formel 1 zurückkehren. Der langjährige Boss von Weltmeister Max Verstappen steht Alpine-Chefberater Flavio Briatore zufolge in Verhandlungen, eine Minderheitsbeteiligung am französischen Rennstall zu übernehmen.
Die Mehrheit liegt bei Renault, 24 Prozent der Anteile hält wiederum eine von Otro Capital angeführte Investorengruppe um Hollywood-Schauspieler Ryan Reynolds und NFL-Star-Quarterback Patrick Mahomes. Otro wolle seine Beteiligung an Alpine verkaufen, zitierten Medien Briatore am Rande der Vorstellung des neuen Alpine-Bolidens in Barcelona. „Es gibt einige Gruppen, die daran interessiert sind, die 24 Prozent zu kaufen.“
Briatore und Horner sind bestens vertraut. „Ich kenne Christian seit vielen Jahren, ich spreche sowieso mit Christian, aber das hat nichts mit mir zu tun“, meinte Briatore weiter. „Zuerst muss man die Otro-Aktie kaufen, dann muss Renault den Käufer akzeptieren, und dann sehen wir weiter, was passiert.“
Ich kenne Christian seit vielen Jahren, ich spreche sowieso mit Christian, aber das hat nichts mit mir zu tun.
Flavio Briatore
Horner geht auf Tour
Horner wurde zuletzt unter anderem mit einem Job als Teamchef bei Aston Martin in Verbindung gebracht. Der 52-Jährige, der mit dem früheren Spice Girl Geri Halliwell verheiratet ist, soll aber dem Vernehmen nach künftig noch mehr Mitsprache in Teamfragen haben wollen. Vor dem ersten Grand Prix des Jahres am 8. März in Melbourne wird Horner ebenfalls in Australien sein. Ende Februar und Anfang März geht er auf Tournee. Horner wird in Melbourne, Sydney und Perth vor Publikum über seine bewegte Zeit in der Königsklasse des Motorsports sprechen.
Horner hatte Red Bull Racing seit dem Einstieg in die Formel 1 zur Saison 2005 zu acht Fahrertiteln geführt. Sechsmal gewann der Austro-Rennstall in dieser Zeit die Konstrukteurswertung. Nach Vorwürfen einer Mitarbeiterin, dass er sich angeblich unangemessen verhalten haben sollte, war Horner nicht mehr unumstritten. Er hat die Vorwürfe bestritten, eine unabhängige Untersuchung hatte den Briten entlastet. Eine schwere Formkrise und Streitigkeiten in der Führungsebene kosteten Horner im vergangenen Juli schließlich den Job.
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