Beim Streben nach neuen IT-Fachkräften gehen Welser Unternehmen und die Stadt nun neue Wege. Ab Herbst geht der „Campus 42“ mit einem völlig neuen Ausbildungsmodell in Betrieb. Die Bildungseinrichtung soll laut Stadtchef Andreas Rabl zu einem Hotspot der IT-Ausbildung auf Weltklasseniveau werden.
Vor 13 Jahren wurde in Paris die „Ecole 42“ gegründet, um neue Maßstäbe in der Ausbildung von IT-Fachkräften zu setzen. Das Modell sieht keine Lehrkräfte, keine Vorlesungen und keine Noten vor. Es basiert auf Wissensaustausch unter Gleichgestellten, Projektarbeiten und dem spielerischen Lernen. Die Studierenden lösen reale technische Herausforderungen und organisieren sich selbst. „Es wurde kürzlich zu den innovativsten IT-Ausbildungsmodellen gekürt, umso mehr freut es mich, dass wir nun dieses Modell auch in Wels übernehmen und den ,Campus 42’ ins Leben rufen“, erklärte Bürgermeister Andreas Rabl (FP) bei der Präsentation der Ausbildung, bei der die Studierenden zusätzlich zum „42-Abschluss“ ein Zertifikat auf Bachelor- oder Master-Niveau erwerben können.
Ecole 42 wurde 2013 in Paris gegründet und zählt international zu den innovativsten IT-Ausbildungsmodellen. Das Netzwerk 42 hat über 50 Standorte in über 30 Ländern mit aktuell mehr als 25.000 aktiven Studierenden. Mit „42 Vienna“ wurde das Modell bereits erfolgreich in Österreich etabliert. Der Campus in Wels ist weltweit der 57.
Das Studium ist völlig kostenlos. Das Programm wird vollständig durch Partner aus der Wirtschaft und Industrie sowie Fördergeber finanziert. Trotzdem gibt es keine Verpflichtung, nach dem Abschluss bei einem der Partnerunternehmen zu arbeiten. Die einzige formale Bedingung für eine Bewerbung ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Ein Vorwissen im Programmieren oder bestimmte Noten oder Abschlüsse sind keine Voraussetzung. „Nur Talent, Ausdauer und Teamfähigkeit zählen“, sagt Projektinitiatorin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, Geschäftsführerin von Fronius.
Mit Campus 42 Wels schaffen wir einen strategischen Baustein für Österreichs digitale Zukunft – bewusst regional und mit starken Partnern aus Wirtschaft.
Florian Brunner, MBA Geschäftsführer „42 Vienna“
Der reguläre Ausbildungsstart am Campus 42 Wels ist für Oktober geplant. Ab Juni finden bereits drei Piscines (zentrales Einstiegs- und Auswahlformat) statt, nach deren Abschluss beginnt mit fünf Angestellten der eigentliche Ausbildungsbetrieb. Zum Start sind rund 80 Studierende vorgesehen. In den Folgejahren kann die Kapazität - abhängig von Infrastruktur, Finanzierung und regionalem Bedarf – schrittweise auf 250 erweitert werden. Anmeldungen sind ab sofort unter www.42wels.at möglich
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