Im Bezirk Rohrbach (OÖ) fusionieren die Floriani-Jünger von Plöcking und Neuhaus/Untermühl. Was waren die Gründe und warum scheitert so ein Vorhaben im Normalfall? Die „Krone“ sprach mit dem Kommandanten.
Ein Schritt, der in vielen Gemeinden tabu ist, wurde nun im Mühlviertel Realität: Die Feuerwehren Neuhaus/Untermühl und Plöcking wurden zusammengelegt. Was anderswo möglicherweise an Widerständen gescheitert wäre, ist hier gelungen – aus Notwendigkeit. Von einem Mangel an Nachwuchs und Funktionären war zu hören, ebenso wie von der Tatsache, dass sich eine Auflösung oder Zusammenlegung immer wie ein Stück „Identitätsverlust“ anfühle.
„Die Zeit war damals noch nicht reif“
Nicht zu unterschätzen ist die Konkurrenz der Wehren innerhalb eines Ortes. Umso erstaunlicher ist es also, dass diese Zusammenlegung ohne Streit und Konflikt über die Bühne gegangen ist. „Es hat schon vor vielen Jahren ein Gespräch mit dem Altkommandanten gegeben. Da waren die Kollegen aber noch nicht soweit, die Zeit war damals noch nicht reif“, schildert Markus Gruber, Kommandant der FF Plöcking den Fall. Bei der letzten Abstimmung lag die Zustimmung laut Gruber in Plöcking bei 100, die in Neuhaus/Untermühl bei 95 Prozent. Nun sind die „Untermühler“ also mit Sack und Pack bei den Plöckingern eingezogen. Das Gebäude in Untermühl bleibt für die Lagerung der Wasserausrüstung aber bestehen, die Garagen werden quasi zum Bootshaus.
Keine Anweisung vom Landesfeuerwehrverband
Dass Zusammenlegungen dieser Art alles andere als einfach sind, erklärt sich von selbst. Jede Feuerwehr hat ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Haus, ihre gewachsenen Traditionen – und natürlich auch ihren Stolz. „Wir haben die Zusammenlegung nicht angewiesen, begrüßen sie aber. Die gute Beziehung hat es einfach gemacht. Die Geschichte der FF Neuhaus lebt in Plöcking weiter. Die Bilder werden aufgehängt und finden einen würdigen Rahmen“, ist Markus Voglhuber vom Landesfeuerwehrverband glücklich.
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