„Großes Interesse“

Vorbild FPÖ: AfD will auch eigenen Radiosender

Außenpolitik
22.01.2026 11:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Samstag sendet das neue FPÖ-Webradio „Austria First“ Nachrichten und Musik – auch wenn die Lizenzfrage noch nicht ganz geklärt zu sein scheint. Auf großes Interesse scheint der Sender bei der deutschen „Schwesternpartei“ AfD zu stoßen. Dort plant man einen ähnlichen Auftritt.

 „Konzepte zu ähnlichen Projekten werden aktuell erarbeitet“, sagte am Donnerstag ein AfD-Parteisprecher der „Bild“-Zeitung. Aktuell sei der Ausgang der Prüfung noch offen, hieß es. Die deutsche Rechtsaußen-Partei verfolgt demnach das Projekt der FPÖ „mit großem Interesse und tauscht sich mit den Initiatoren aus“.

Hafenecker: „Ungefilterte Infos“
„Austria First“ sendet seit dem Neujahrstreffen der FPÖ, das am 17. Jänner über die Bühne ging. Das Programm besteht vorwiegend aus englischsprachiger Pop-Musik, Nachrichten mit aufgesetzter freiheitlicher Brille und politischen Einschätzungen von FPÖ-Politikern. Zum Start frohlockte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, nun Infos „ungefiltert“ zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bringen.

Verfassungsschutz stuft AfD als „gesichert rechtsextrem ein“
Die Alternative für Deutschland war im Mai vom deutschen Verfassungsschutz in ihrer Gesamtheit als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft worden. Bis zum Abschluss eines von der Rechtsaußen-Partei angestrengten Gerichtsverfahrens gegen die Einstufung behandelt sie der Inlandsgeheimdienst allerdings nur als „rechtsextremen Verdachtsfall“.

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