Die SPÖ fordert schnellere Zugverbindungen zwischen St. Pölten und Krems – und bricht damit einen Streit um die Fahrzeiten vom Zaun.
Mit dem Taktfahrplan wurde einst die erste Hürde für ein umfassendes S-Bahn-Netz in der Hauptstadtregion genommen. „Eine Dekade danach liegt die Zugverbindung von St. Pölten nach Krems jedoch noch im Dornröschenschlaf“, eröffnet der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) eine neue Front im laufenden Gemeinderatswahlkampf.
Bahn gegen Auto
„Für die 35 Kilometer benötigt die Bahn noch immer 44 Minuten, während man die Strecke mit dem Auto in höchstens 30 Minuten bewältigt“, wettert Stadler. Unterstützung erhält er von seinem Kremser Amtskollegen Peter Molnar. Die beiden Sozialdemokraten fordern, auch Landespolitiker sollten sich für die Beschleunigung der Zugverbindung einsetzen: „Vom zuständigen Landesrat haben wir dazu aber leider noch nichts vernommen.“
Stationen auflassen?
Im Büro von FPÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer zeigt man sich über die „künstliche Aufregung“ verwundert. Derzeit werde zwischen St. Pölten und Krems von 5 bis 0 Uhr im Stundentakt, morgens und nachmittags sogar im Halbstundentakt gefahren. Die Systemfahrzeit betrage 35 Minuten. Zur Forderung nach einer weiteren Beschleunigung heißt es lapidar: „Der Zug hat auf der Strecke sechs Halte. Wenn die SPÖ diese Stationen auflassen will, damit sich die Fahrzeit verkürzt, soll sie das sagen.“
Enttäuscht sind die SPÖ-Bürgermeister Stadler und Molnar auch über die aufgeschobene Elektrifizierung der Strecke. Da verweist man im Land auf den Einsatz von Akkuzügen ab Ende 2027.
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