Nach dem Rückzug seiner Partei zerbrach im Vorjahr die niederländische Regierung. Nun zerbröselt die rechtspopulistische Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders (62) selbst.
Sieben Abgeordnete traten aus der Fraktion der Wilders-Partei aus und wollen im Parlament eine eigene Fraktion bilden. Sie hatten zuvor ungewöhnlich harte Kritik am Kurs des Parteiführers geübt. Wilders war nach eigenen Worten völlig überrascht von dem Aufstand. „Das ist ein schwarzer Tag für die PVV“, sagte er im Radio. Die Kritiker hatten sofortige Kursänderungen der PVV gefordert. Sie wollten mit anderen Parteien zusammenarbeiten und auch den Wahlverlust evaluieren.
Forderung nach mehr Demokratie in der Partei
Außerdem verlangten sie mehr Demokratie in der Partei. Bisher ist der für seine islamophobe Haltung bekannte 62-Jährige einziges Mitglied. Das bedrohe den Fortbestand der Partei, heißt es in einem von niederländischen Medien veröffentlichten Dokument. „Die Kontinuität der Fraktion und die Bedürfnisse der Wähler dürfen nicht von den Entscheidungen eines einzigen PVV-Mitglieds abhängen“.
Die PVV ist seit 2006 in der Zweiten Kammer des Parlaments vertreten. Schon mehrfach hatten Abgeordnete die Fraktion im Streit verlassen, aber noch nie so viele auf einmal.
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