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Ex-ÖVP-Rebellin (31) ist jetzt Chefredakteurin

Innenpolitik
20.01.2026 11:56

Die ehemalige ÖVP-Generalsekretärin und Wiener Gemeinderätin Laura Sachslehner hat einen neuen Job gefunden. Die 31-Jährige wechselt in die Medienbranche ...

Sachslehner übernimmt ab sofort gemeinsam mit Eva Schütz, die zugleich Herausgeberin des „Exxpress“ ist, die Funktion der dortigen Chefredakteurin. Das Online-Medium gehört mittlerweile zu rund 77 Prozent dem deutschen Unternehmen Vius. Dieses steckt auch hinter dem Online-Medium „Nius“ von Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt.

Sachslehner starte neues Videoformat
Wie „Exxpress“ am Dienstag verriet, startet Sachslehner (neben ihrer redaktionellen Tätigkeit) mit „Unbequem ehrlich“ auch ein neues Videoformat, das ab 2. Februar ausgestrahlt wird. „Mit Laura Sachslehner verstärken wir unser Team mit einer Persönlichkeit, die publizistische Kompetenz, Erfahrung und ein tiefes Verständnis für gegenwärtige gesellschaftliche Fragen mitbringt“, so Schütz.

Ende April 2024 verließ Sachslehner die Politik. Grund dafür war der Verlust ihres Mandats bei der Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl infolge des schwachen Abschneidens der ÖVP im Wahlkreis Landstraße.

Zur Person

  • Laura Sachslehner (31) startete ihre politische Karriere bei der Jungen Volkspartei, wo sie auch mehrere Jahre als Generalsekretärin tätig war. 
  • Von 2020 bis 2025 betätigte sie sich im Wiener Landtag bzw. Gemeinderat und agierte parallel für weniger als ein Jahr als ÖVP-Generalsekretärin. Sie galt als Vertreterin einer türkisen Rechtsaußenlinie.
  • Die Wienerin trat als Generalsekretärin zurück, nachdem sie einen Koalitionskrach um den Klimabonus für Asylwerber derart eskalieren hatte lassen, dass sie zurückgepfiffen wurde. Sie war dafür eingetreten, den Klimabonus nicht an Asylwerber auszahlen zu lassen.
  • Generell hatte Sachslehner im Bereich der Asylpolitik, aber auch in justiz- und frauenpolitischen Fragen immer wieder Stimmung gegen den damaligen grünen Koalitionspartner gemacht. Bemühungen Sachslehners, erneut in den Wiener Gemeinderat und auch das Parlament einzuziehen, scheiterten. 

Der Stern verblasste schnell
Sachslehner galt zeitweise als aufstrebendes Talent in der Volkspartei. Doch ihr Stern verblasste relativ schnell. Im Jänner 2022 wurde sie zur Generalsekretärin der ÖVP ernannt, legte das Amt jedoch bereits im September desselben Jahres zurück – unter anderem wegen interner Differenzen über die Auszahlung des Klimabonus an Asylwerber

Ihr Mandat im Wiener Landtag behielt sie zunächst. Bei der letzten Nationalratswahl unternahm sie einen Versuch, über Vorzugsstimmen in den Nationalrat einzuziehen – dieser blieb jedoch erfolglos. Kurz nach ihrem Ausscheiden aus der Politik erschien ihr drittes Buch, in dem sie sich kritisch mit dem Feminismus auseinandersetzt.

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