Einen „klaren Schritt im Sinne der Landsleute und heimischen Betriebe“ fordert Energie-Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) jetzt ein. Der Strompreis solle rasch sinken...
Gestern sprachen sich Vertreter von ÖVP, FPÖ und SPÖ in der „Krone“ für eine Reduktion der Netzkosten aus, um die Energiepreise zu senken. Doch das alleine kann die Energiekosten bei weitem nicht tief nach unten drücken. Landesvize Stephan Pernkopf plädiert deshalb auch für die Senkung des Stromtarifs. Der ÖVP-Politiker will, dass alle im Landesgebiet tätigen Anbieter, die größten sind EVN und Wien Energie, „einen klaren Schritt im Sinne der Landleute und Betriebe“ machen.
„Ein Strompreis von rund zehn Cent wäre ein starkes Zeichen gegen die Teuerung sowie eine spürbare Entlastung für Betriebe, Gewerbe und die Bürger
Landesvize Stephan Pernkopf
Der Strompreis soll auf das Niveau des Anbieters „Verbund“, als rund zehn Cent pro Kilowattstunde, gesenkt werden. Brisant: Pernkopf sitzt als Energie-Landesrat in der Landesregierung, das Land NÖ ist Mehrheitseigentümer der EVN – bei Wien Energie schaut es mit dem Verhandlungsspielraum wohl ganz anders aus.
„Das Leben wieder leistbarer machen“
Pernkopf erklärt das Ziel der Forderung: „Das Leben muss wieder leistbarer werden. Strompreise sind dabei ein wichtiger Punkt, der jeden betrifft.“
Der blau-gelbe Energieversorger EVN hat allerdings bereits im Jänner die Preise um 12 Prozent gesenkt. Ein durchschnittlicher Kunde (3500 kWh Jahresverbrauch) spart laut EVN bei Strom somit 150 Euro im Jahr, ein durchschnittlicher Gaskunde (15.000 kWh Jahresverbrauch) 350 Euro pro Jahr. Und das trotz gestiegener Netztarife. „Wir geben auch künftig Preisvorteile an unsere Kunden weiter“, heißt es. Und die EVN-Diskonttochter Switch bietet seit Ende 2025 einen Stromtarif von 8,45 Cent netto für Neukunden an.
SPÖ-Hergovich: „Wir sehen uns bestätigt“
Kommt Pernkopfs Forderung in der Landesregierung zur Debatte, läuft er offene Türen ein. Denn SPÖ-Landesrat Sven Hergovich mahnt schon lange niedrigere Energiepreise ein. Er sieht sich durch die Pernkopf-Forderung bestätigt: „Die SPÖ fordert seit bald drei Jahren eine Stromkostensenkung.“ Und auch Dieter Dorner, der Energiesprecher der Freiheitlichen, kritisiert immer wieder die hohen Kosten. Allerdings muss die endgültige Entscheidung zur (weiteren) Senkung der Energiepreise in den Konzernzentralen der Anbieter fallen.
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