Vorstoß gegen Teuerung

WIFO-Chef: Umsatzsteuer auch auf Klopapier senken!

Wirtschaft
19.01.2026 14:05

Ob die von der Regierung vergangene Woche vorgestellte Halbierung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel für den A. ist oder doch zu einer spürbaren Entlastung der Haushalte führt, wird sich weisen. WIFO-Chef Gabriel Felbermayr würde sich jedenfalls eine Senkung der Steuer auch auf „Hygieneartikel“ wünschen.

„Dass es bei der Mehrwertsteuersenkung um Grundnahrungsmittel geht, ist genau richtig“, sagt WIFO-Chef Gabriel Felbermayr mit Blick auf die Steuerhalbierung von zehn auf 4,9 Prozent ab Juli. Aber: „Man kann jetzt natürlich darüber streiten, ob die Milch unter diesen Grundnahrungsmitteln steht. Warum ist dann die Hafermilch noch bei 20 Prozent Steuer?“

Liste des Vizekanzlers noch nicht mit Koalitionspartnern akkordiert
Und weiter: „Da wird es viele geben, die sagen: Warum ist mein Lieblingsprodukt da noch nicht dabei?“ Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) hatte ja am Sonntag in der ORF-Pressestunde eine Liste mit Lebensmitteln („Apfel ja, Banane nein“) vorgestellt, die billiger werden sollen. Allerdings ist die Liste noch nicht mit den Koalitionspartnern akkordiert.

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) stellte am Sonntag eine Liste mit Lebensmitteln vor, die aber ...
Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) stellte am Sonntag eine Liste mit Lebensmitteln vor, die aber mit den Koalitionspartnern noch nicht akkordiert ist.(Bild: Eva Manhart)

„Solche Listen sind immer zu diskutieren“, sagt Ökonom Felbermayr. „Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man darauf nicht nur Grundnahrungsmittel hat, also eben nicht nur Essen, sondern auch andere Dinge des täglichens Bedarfs. Dazu gehören ein paar Hygieneartikel dazu, beispielsweise das Toilettenpapier.“

Beim täglichen Einkauf erleben die Österreicher die Teuerung
Wichtig sei jedenfalls nicht, ob es sich unterm Strich „um 100 oder um 200 Produkte“ handeln wird. Felbermayr: „Es geht um die in Österreich auseinanderklaffende Wahrnehmung zwischen der erlebten, gespürten Inflation und der tatsächlichen. Weil: Es geht ja doch jeder Österreicher ein-, zwei-, vielleicht dreimal in der Woche einkaufen.“

Und sind hier die Preise hoch, dann schätzen die Österreicher die Teuerung generell als hoch ein. Umgekehrt: Wenn die Preise etwas sinken, verbessert das die Stimmung im Land. Felbermayr zur geplanten Mehrwertsteuersenkung: „Die Hoffnung ist, dass die Leute wahrnehmen, dass etwas passiert.“

Wichtig sei jedenfalls, dass die Supermärkte die Mehrwertsteuersenkung dann auch wirklich an ihre Kunden weitergeben. Dazu sollen sie allerdings ohnehin gesetzlich verpflichtet werden.

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